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Norddeutsche Landesbank braucht noch mehr als 3,5 Milliarden und streicht über 2.000 Stellen

Norddeutsche Landesbank braucht noch mehr als 3,5 Milliarden und streicht über 2.000 Stellen
Die angeschlagene Norddeutsche Landesbank (NordLB) benötigt eine größere Finanzspritze als bisher angenommen. Wie das Institut am späten Mittwochabend in Hannover mitteilte, kann sich ein "Gesamtkapitaleffekt" von bis zu 3,635 Milliarden Euro ergeben.

Bisher betrug der Bedarf der wegen fauler Schiffskredite in eine Krise geratenen Landesbank rund 3,5 Milliarden Euro. Den größten Teil davon müssen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt schultern, die Sparkassengruppe den Rest. Die NordLB hatte wegen der schwierigen Geschäfte bei Schiffsfinanzierungen Milliardenverluste verbuchen müssen.

Zuvor hatten sich Vorstand sowie Vertreter der Eigentümer auf Grundzüge eines neuen Kapitalplans und des künftigen Geschäftsmodells für die NordLB verständigt und diese der Bankenaufsicht vorgelegt.

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Demnach ist laut Angaben der NordLB geplant, die Kapitalquoten durch eine Barkapitalzufuhr in Höhe von 2,835 Milliarden Euro zu stärken. Daran sollen sich Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gemeinsam mit insgesamt 1,7 Milliarden Euro beteiligen. Weitere 1,135 Milliarden sollen nach derzeitigem Stand vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) und von den Trägersparkassen zur Verfügung gestellt werden.

Geplant sei zudem, dass das Land Niedersachsen "zusätzliche kapitalentlastende Maßnahmen" in Höhe von bis zu 800 Millionen Euro bereitstellt. Damit würde sich ein Gesamtkapitaleffekt von bis 3,635 Milliarden Euro ergeben, wie die NordLB weiter mitteilte. Vorgesehen sei, die Kapitalmaßnahmen spätestens im 3. Quartal 2019 umzusetzen.

Das neue Geschäftsmodell für die Landesbank sieht - neben der Reduzierung der Zahl der Geschäftsfelder - einen massiven Stellenabbau vor. Von den bisher 5.500 Stellen der Bank werde das Personal auf 3.250 reduziert, sagte Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers am Mittwoch in Hannover.

Die niedersächsische Opposition reagierte mit Kritik. "Von den groß angekündigten Veränderungen bei der NordLB bleibt am Ende wohl wenig übrig; das bisher einzig Neue ist das zusätzliche Geld der Steuerzahler", kritisierte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Christian Grascha. "Mittlerweile zeichnet sich ein gewaltiger Finanzbedarf ab, weil auf Milliarden Euro schwere Kredite der Schifffahrtsbranche kein Zins gezahlt wird und auch keine Tilgung erfolgt", rügte auch der finanzpolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Stefan Wenzel.

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