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Beteiligte Firmen tauchen ab: BER-Eröffnung im Oktober 2020 immer unwahrscheinlicher

Beteiligte Firmen tauchen ab: BER-Eröffnung im Oktober 2020 immer unwahrscheinlicher
Nie sein, immer werden? Hauptterminal des BER im Oktober 2015
Zwei Firmen, die auf der BER-Flughafenbaustelle für besonders problematische Gewerke verantwortlich sind, weigern sich, einem Parlamentsausschuss Auskunft über ihre Arbeit zu geben. Das lässt darauf schließen, dass die Probleme noch größer sind als bekannt.

Die Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) zum angekündigten Termin im Oktober 2020 wird immer unwahrscheinlicher. Zwei auf der Baustelle für Problemgewerke zuständige Firmen, Bosch und Caverion, sagten am vergangenen Freitag ihre Teilnahme an einer Sitzung des Unterausschusses Beteiligungsmanagement und -controlling im Berliner Abgeordnetenhaus ab. Dies erklärte der Ausschussvorsitzende, Jörg Stroedter von der SPD, gegenüber dem Tagesspiegel.

Bosch ist am BER für die Brandmeldeanlage verantwortlich, Caverion für die Sprinkleranlage. Beide gelten neben der Kabelverlegung als die problematischsten Gewerke der Baustelle.

Nach Angaben Stroedters kündigten beide Firmen ihr Nichterscheinen vor dem Ausschuss an, obwohl sie frühzeitig eingeladen worden seien. Auch der TÜV, der die sicherheitsrelevanten Anlagen am BER prüft und zertifiziert, wolle nicht vor dem Ausschuss erscheinen.

Stroedter kritisierte das Fernbleiben der Firmen, die er als "Missachtung" des Parlaments wertete. Schließlich würden sie mit Steuergeld bezahlt. Ihr Schwänzen sei ein Indiz für Schwierigkeiten auf der Baustelle und dafür, dass der angekündigte Eröffnungstermin Oktober 2020 nicht zu halten sein werde.

Die Weigerung der Firmen, sich öffentlich zu ihrer Arbeit zu äußern, legt tatsächlich den Schluss nahe, dass die Probleme noch größer sind, als bisher bekannt. Um den Termin Oktober 2020 zu halten, müssten die Arbeiten spätestens im Sommer 2019 abgeschlossen werden, um dann nach den mehrwöchigen Prüfungen der Sicherheitssysteme den Behörden im Oktober 2019 die Fertigstellung zu melden.

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Dieser Zeitplan dürfte nicht mehr zu halten sein, obwohl die Flughafengesellschaft offiziell weiter an ihm festhält. Ihr Chef, Engelbert Lütke Daldrup, soll im kleinen Kreis trotzig angekündigt haben, "irgendwas" im Oktober 2020 zu eröffnen.

Die Eröffnung des BER ist bisher bereits fünfmal verschoben worden; die Kosten des Baus sind von 2,5 auf bislang 6,5 Milliarden Euro gestiegen. Auch dabei dürfte es nicht bleiben. Ursprünglich hatte der Flugbetrieb im November 2011 aufgenommen werden sollen.

RT Deutsch hatte wiederholt über sicherheitsgefährdende Mängel bei der Kabelverlegung und der Entrauchung am BER berichtet. Das jetzige Abtauchen der für die Problemgewerke zuständigen Firmen dürfte die Debatte darüber anheizen, ob der BER überhaupt jemals eröffnet werden kann, oder ob der "Schrecken ohne Ende" durch ein "Ende mit Schrecken" beendet wird.

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