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Muslimische Kita in Mainz muss schließen – Träger soll Inhalte des Salafismus vertreten haben

Muslimische Kita in Mainz muss schließen – Träger soll Inhalte des Salafismus vertreten haben
(Symbolfoto) Kinder spielen in einer Kindertagesstätte in Hamburg.
Der einzigen muslimische Kindertagesstätte in Rheinland-Pfalz – Al Nur in Mainz – wurde die Betriebserlaubnis entzogen. Der Kita-Träger stehe nicht auf dem Boden der Verfassung, so die Begründung. Spätestens am 31. März muss die Einrichtung schließen.

Der Kita-Träger, der Mainzer Moscheeverein Arab Nil-Rhein, vertrete Inhalte der islamistischen Muslimbruderschaft und des Salafismus und stehe damit nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes, teilte der Präsident des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek, am Montag in Mainz mit. Es gebe starke Zweifel an der Zuverlässigkeit. Der Betrieb der Al-Nur-Kita in Mainz müsse spätestens zum 31. März eingestellt werden. Der Verein kann Rechtsmittel einlegen, die aber nach Angaben Placzeks keine aufschiebende Wirkung hätten.

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Einen ersten Hinweis auf eine Nähe zum Salafismus – einer streng traditionalistischen Auslegung des Islams – habe es zum Jahreswechsel 2012/13 gegeben, als der  umstrittene Prediger Muhammad Al Arifi in den Räumen des Vereins sprach, sagte Placzek. Im vergangenen Jahr seien dann weitere Kontakte zur Muslimbruderschaft und zur salafistischen Bewegung bekannt geworden.

Es sei das erste Mal, dass einer Kita in Rheinland-Pfalz die Betriebserlaubnis entzogen werde, sagte der Behördenleiter. Die Erlaubnisbehörde müsse eingreifen, wenn ein Träger nicht willens oder in der Lage sei, "die Voraussetzungen zu schaffen, um das Kindeswohl zu gewährleisten". Die Betreuung in der Al-Nur-Kita werde für eine Übergangsfrist bis Ende März geduldet, da es keine Hinweise auf "akute Gefährdungen von Leib und Leben der Kinder" gebe.

Zurzeit werden in der Einrichtung nur 18 Kinder betreut

Der Vorsitzende des Moscheevereins, Samy El Hagrasy, sagte Ende vergangener Woche, das Kindeswohl sei in der Kita garantiert. Es gebe daher keine Voraussetzungen für einen Entzug der Betriebserlaubnis. Der Verein habe sich in Mainz seit seiner Gründung für den Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen eingesetzt, auch mit Juden und Christen.

Der Kindergarten Al Nur ist die erste muslimische Kita in Rheinland-Pfalz und besteht seit Februar 2009. In der Kita, die den Angaben auf der Internetseite der Einrichtung zufolge rund 210 Quadratmeter groß ist, werden zurzeit 18 Kinder zwischen drei und sechs Jahren betreut. Die Tagesstätte verfüge aber über insgesamt 25 Betreuungsplätze.

(rt deutsch/dpa)

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