icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Altmaier betont bei Energieversorgung Gemeinsamkeiten mit den USA

Altmaier betont bei Energieversorgung Gemeinsamkeiten mit den USA
Altmaier bei der Vorstellung seiner "Nationalen Industriestrategie 2030" im Februar 2019
Bundeswirtschaftsminister Altmaier sieht beim Thema Energieversorgung Gemeinsamkeiten mit den USA. US-amerikanisches LNG-Gas könne hier zur Energiesicherheit beitragen. Die Bundesregierung ist derzeit wegen des Baus von Nordstream 2 unter massivem Druck der USA.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat bei der Energieversorgung trotz Differenzen beim Pipeline-Projekt Nord Stream 2 auf Gemeinsamkeiten mit den USA hingewiesen. "Eine sichere und verlässliche Energieversorgung in Deutschland und Europa ist ein gemeinsames Anliegen Deutschlands und der USA", sagte der CDU-Politiker auf Anfrage der dpa. Altmaier berät am Dienstag mit US-Vertretern über Möglichkeiten eines stärkeren Imports von Flüssigerdgas (LNG) aus den USA.

Der Bau schreitet voran: Baggerarbeiten bei Lubmin im Februar 2019.

"Auch wenn wir unterschiedliche Auffassungen beim Thema Nord Stream 2 haben, gibt es auch viel Verbindendes", sagte Altmaier. Bei der LNG-Konferenz solle mit deutschen und US-amerikanischen Unternehmen sowie Verbänden die Entwicklung eines LNG-Importmarktes erörtert werden: "Denn mit LNG können wir Gas von noch mehr Anbietern beziehen und so unsere Versorgungssicherheit weiter erhöhen - am Ende muss es aber natürlich zu wettbewerbsfähigen Preisen geschehen."

Altmaier geht von mindestens zwei neuen Terminals in Deutschland zum Import von Flüssig-Erdgas (LNG) etwa aus den USA aus. "Ich sehe an mindestens zwei Standorten die Chance, dass wir rasch etwas verwirklichen können", sagte Altmaier am Dienstag am Rande einer LNG-Konferenz mit US-Vertretern in Berlin. Bisher war vom Bau eines Terminals die Rede gewesen.

Der CDU-Politiker nannte als mögliche Standorte für LNG-Terminals Brunsbüttel, Wilhelmshaven und Stade. Dort haben sich private Konsortien gebildet. Altmaier sagte, er rechne mit einer Entscheidung in den nächsten Wochen. Die Bundesregierung will den Bau mit staatlichen Fördergeldern unterstützen. Altmaier sprach von einer "substanziellen", aber zugleich überschaubaren Summe. Eine konkrete Zahl wollte er nicht nennen.

Die USA wollen mehr Flüssigerdgas in Europa verkaufen. Der stellvertretende US-Energieminister Dan Brouillette warb für einen stärkeren Import von LNG-Gas aus den USA. Die Preise dafür würden etwa wegen höherer Produktionskapazitäten in den USA in den kommenden Jahren deutlich fallen. Bisher gilt das US-Flüssigerdgas gilt noch als zu teuer und nicht wettbewerbsfähig. Außerdem ist das zur Gewinnung dieses Gases eingesetzte Frackingverfahren mit erheblichen Umweltrisiken verbunden. 

Auch aus Sicht Altmaiers wird in Deutschland in einer Übergangszeit künftig mehr Gas zur Energieversorgung benötigt. Deutschland steigt bis Ende 2022 aus der Kernenergie aus und will schrittweise auch aus dem Kohlestrom aussteigen. Bisher gibt es in Deutschland noch kein Import-Terminal für LNG.

Die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland, die von den USA äußerst kritisch gesehen wird, soll der zusätzlichen Gasversorgung dienen. Brouillette bekräftigte die Kritik an Nord Stream 2. Altmaier sagte dazu, dies sei eine Frage, die in Europa entschieden werde.

Am Freitag hatten sich die EU-Staaten auf einen Kompromiss verständigt, der den Weiterbau der Pipeline ermöglicht. Demnach könnten über Änderungen an der EU-Gasrichtlinie zwar strengere Auflagen für das Milliardenprojekt beschlossen werden. Zugleich soll aber sichergestellt werden, dass die Fertigstellung der 1200 Kilometer langen Leitung hierdurch nicht gefährdet wird.

Mehr zum Thema - Grenell-Interview in der WamS: Wenn der Prokonsul zum Provinzvolk spricht

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen