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Holocaust-Gedenktag: Merkel warnt vor Rassenwahn und Hass

Holocaust-Gedenktag: Merkel warnt vor Rassenwahn und Hass
Ein Zaunabschnitt des Geländes des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz anlässlich des 74. Jahrestages der Befreiung des Lagers, Oswiecim, Polen, 27. Januar 2019
Am heutigen Sonntag (27. Januar) wird der Internationale Holocaust-Gedenktag begangen. Es wird der sechs Millionen ermordeter europäischer Juden gedacht, der Sinti und Roma, der Zwangsarbeiter und der vielen anderen Opfer des Nazi-Terrors.

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz im besetzten Polen. Als die Einheiten das Todeslager erreichten, fanden sie nur 7.000 überlebende Gefangene, die zumeist krank waren oder im Sterben lagen.

Seit 1996 begeht Deutschland an diesem Tag den Holocaust-Gedenktag und im Jahr 2005 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen, den Tag auch international zum Holocaust-Gedenktag zu machen. An diesem Tag wird der sechs Millionen ermordeten europäischen Juden gedacht, der Sinti und Roma, der Zwangsarbeiter und der vielen anderen, oft ungenannten, Opfer des Nationalsozialismus.

Hans Globke (R) war 10 Jahre lang, von 1953 bis 1963, Chef des Kanzleramts und engster Berater von Kanzler Konrad Adenauer (L). Von 1934 an galt er als

Die „Todesfabrik“ in der Nähe der kleinen polnischen Stadt Oświęcim wurde am 27. April 1940 erbaut. Die ersten Insassen, zu jener Zeit noch größtenteils politische polnische Häftlinge, wurden im Juni 1940 dorthin verfrachtet und zur Zwangsarbeit eingesetzt. Insbesondere in Block 11, dem "Bunker", mussten die Häftlinge grausamste Bestrafungen erdulden. An der vorgelagerten „schwarze Mauer“, fanden rund um die Uhr Exekutionen statt.

Bis zu eineinhalb Millionen Menschen kamen nach bisherigen Angaben im Stammlager Auschwitz und den Nebenlagern Birkenau und Monowitz sowie den rund 40 Nebenlagern um. Die Opfer waren zumeist Juden, aber auch Sinti und Roma, Polen und sowjetische Kriegsgefangene.

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Als sich die Rote Armee im Januar 1945 dem gut 60 Kilometer von Krakau entfernt gelegenen Lager näherte, versuchte die SS, die Spuren der Verbrechen zu beseitigen. In den letzten zehn Tagen von Ausschwitz wurden zudem etwa 60.000 Gefangene auf Todesmärsche geschickt, mehr als 15.000 Menschen starben.

Als die sowjetischen Soldaten schließlich das Lager erreichten, fanden diese unter dem Schnee neben den Spuren der Krematorien, auch sechs Warenlager, in denen sich die verbliebenen Habseligkeiten der Häftlinge stapelten. Zu diesen zählten fast 350.000 Anzüge von Männern und rund 840.000 Frauenkleider, sowie Berge von Frauenhaar und Zahngold.

Anlässlich des Holocaust-Gedenktags rief Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auf, "null Toleranz" gegenüber Antisemitismus und Hass zu zeigen.

Dieser Tag lässt uns daran erinnern, was Rassenwahn, Hass und Menschenfeindlichkeit anrichten können“, erklärte Merkel zudem in ihrem neuesten Video-Podcast.

Jeder Einzelne in der Gesellschaft habe die Aufgabe, „auch Verantwortung dafür zu tragen, dass wir null Toleranz gegen Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit, Hass und Rassenwahn zeigen“. Diese Mahnung sei „leider in unserer heutigen Zeit wieder von großer Dringlichkeit“, ergänzte Merkel.

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Ebenso verwies die Bundeskanzlerin auf das 2018 geschaffene Amt des Beauftragten der Bundesregierung für den Kampf gegen Antisemitismus und auf die geplante bundesweite Meldestelle „für judenfeindliche Übergriffe“, heißt es bei der dpa.

Denn wir sehen heute sehr verschiedene Formen des Antisemitismus: Einmal der Hass auf Juden durch die hiesige Bevölkerung, aber auch durch zugewanderte muslimische Menschen, die diesen Hass auf ganz andere Weise noch einmal zum Ausdruck bringen (...). Es ist ein Tag der Mahnung, damit sich so etwas niemals wiederholt.

In Zukunft werde es darauf ankommen, Gedenken neu zu gestalten, weil die Zeitzeugen immer weniger würden.

Und deshalb glaube ich, sind die verschiedenen Formen des Gedenkens, die wir in Deutschland haben, die Förderung von Gedenkstätten, aber eben auch private Initiativen, wie zum Beispiel die sogenannten Stolpersteine, die an Menschen jüdischer Herkunft vor Ort erinnern, die sind ganz wichtig und werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen“, zeigte sich Merkel überzeugt.

Т-72B3 Panzer während einer Probe zur Gedenkfeier anlässlich des Endes der Leningrader Blockade

Die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden ist eng mit der sogenannten Operation Barbarossa verbunden. Hunderttausenden Juden gelang es zunächst, der Nazi-Verfolgung durch Flucht in die Tiefen der Sowjetunion zu entkommen. Doch dann nahm die massive militärische Invasion der Sowjetunion am 22. Juni 1941 ihren Anfang.

Für den von langer Hand geplanten Überfall zur Eroberung von „Lebensraum im Osten“, griff die Wehrmacht auch auf Einheiten bestehend aus ukrainischen, litauischen, lettischen und belorussischen Nationalisten und Kollaborateuren zurück. In weniger als einem halben Jahr, bis Ende 1941, wurden etwa eine halbe Million Juden in den von den Nazis eroberten Gebieten der Sowjetunion ermordet.

Gegen Ende 1941 erkannte die deutsche Führung, dass sie die Sowjetunion nicht in einem Blitzkrieg besiegen würde, wie es  ursprünglich geplant war. Stattdessen wurden nun Arbeitskräfte gebraucht, die beim Straßenbau, bei der Räumung von Minenfeldern und der Herstellung von Ausrüstung halfen. Daher fiel der Entschluss, jüdische Gefangene der Lager und Ghettos vorübergehend am Leben zu lassen, um sie für die deutsche Kriegsmaschinerie einzusetzen. Im Frühjahr 1942 jedoch nahm die Vernichtung wieder an Intensität zu. Im Winter 1943 waren die meisten Juden Weißrusslands und fast die Hälfte der 2,5 Millionen Juden der Ukraine tot.

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