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"In jedem Auto gibt es gelbe Warnwesten" - IG Metall warnt vor weiteren Belastungen für Autofahrer

 "In jedem Auto gibt es gelbe Warnwesten" - IG Metall warnt vor weiteren Belastungen für Autofahrer
Bald mehr davon? Demonstration gegen Dieselfahrverbote in Stuttgart am vergangenen Samstag
IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hat vor höheren Belastungen für Autofahrer gewarnt. Auch in deutschen Autos gebe es gelbe Westen, so Hofmann. Pendler dürften nicht mit Kosten überzogen werden, solange es keine Alternativen wie einen funktionierenden ÖPNV gebe.

Der Vorsitzende der IG Metall-Chef, Jörg Hofmann, hat vor weiteren Kostenbelastungen für die deutschen Autofahrer gewarnt. In Frankfurt am Main sagte Hofmann am Montag:

In jedem Auto, auch in jedem deutschen Auto, gibt es gelbe Warnwesten.

Damit bezog er sich zweifellos auf die massiven Proteste der Gelbwesten in Frankreich, die das Land seit November vergangenen Jahres erschüttern. Diese wurden ursprünglich durch eine Erhöhung der Steuern auf Kraftstoffe ausgelöst.

Saubere Luft durch Fahrverbote? Das fordern diese Demonstranten am Dienstag in Berlin.

Hofmann betonte, dass Pendler nicht mit steigenden Kosten überzogen werden dürfen, wenn es keine echten Alternativen wie etwa einen gut ausgebauten Personennahverkehr gibt. Das Fehlen solcher Alternativen führe zudem dazu, dass besonders in ländlichen Regionen kein positiver Klimabeitrag erzielt wird.

Mit solchen Überlegungen wird am gesellschaftlichen Frieden gezündelt und dem Klimaschutz ein Bärendienst erwiesen.

Hintergrund für Hofmanns Bemerkungen sind Berichte, nach denen die Verkehrskommission der Bundesregierung aus Gründen des Klimaschutzes deutlich höhere Kraftstoffsteuern, ein Tempolimit auf Autobahnen und eine verbindliche Quote für Elektroautos fordert.

Während sich der Gewerkschafter deutlich gegen höhere finanzielle Belastungen der Autofahrer positionierte, zeigte er sich dagegen für ein Tempolimit offen. Über Tempo 130 auf Autobahnen werde debattiert werden müssen, so Hofmann.

Hofmann warnte auch vor den Folgen der von EU und Bundesregierung forcierten Umstellung auf Elektromobilität für die Industrie. Per Saldo gingen bis 2030 dadurch voraussichtlich 110.000 Arbeitsplätze verloren. Ohne Investitionen in den Bereichen Batterieproduktion, Ladeinfrastruktur und neue Mobilitätskonzepte könne die Elektromobilität als Ganzes zum Flop werden.

Die IG Metall sei nicht gegen Klimaschutz. Allerdings müssten Mobilitäts- und Energiewende sowie Klimaziele und bezahlbare Mobilität für alle zusammen bedacht werden.

Am Samstag gab es in Stuttgart eine Demonstration gegen die dort verhängten Fahrverbote für Dieselautos. Die Teilnehmer trugen - gelbe Westen. Die Polizei sprach von 700 Demonstranten, anderen Angaben zufolge waren es "nur" 1.000.

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