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US-Botschafter Grenell schreibt deutschen Unternehmen wegen Nord Stream 2 Drohbrief

US-Botschafter Grenell schreibt deutschen Unternehmen wegen Nord Stream 2 Drohbrief
US-Botschafter Richard Grenell beim Deutschlandtag der Jungen Union am 5. Oktober '18 in Kiel. Selten hat sich ein US-Botschafter so öffentlich in deutsche Belange eingemischt, wie er.
Die "Bild am Sonntag" hat einen Brief des US-Botschafters Richard Grenell veröffentlicht, der an mehrere deutsche Unternehmen verschickt worden sein soll, die am Projekt der Ostseepipeline Nord Stream 2 arbeiten. Damit erhöht er nach den Sanktionsdrohungen im Dezember den Druck auch auf die Regierung in Berlin.

Selten hat sich ein US-Botschafter in Deutschland so aktiv und in aller Öffentlichkeit in die Belange der nationalen Sicherheit eingemischt, wie Richard Grenell. Nachdem er bereits erfolgreich deutsche Unternehmen aus ihrem Irangeschäft gedrängt hatte, versucht er seitdem das gleiche auch bei den am Nord Stream 2 beteiligten Projekt. Während es aber beim Irangeschäft reichte, mit Sanktionen zu drohen, zeigen sich die betreffenden Unternehmen davon bisher unbeeindruckt. 

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Deshalb griff Grenell nun zu einem drastischeren Mittel und verschickte laut BamS mehrere Drohbriefe an die Unternehmen, die es als "Erpressung" werteten. 

Vor der Küste Finnlands wurde im September 2018 die Pipeline für Nord Stream 2 auf dem Meeresgrund verlegt. (Symbolbild)

"Wir betonen weiterhin, dass Firmen, die sich im russischen Energieexport-Sektor engagieren, sich an etwas beteiligen, das mit einem erheblichen Sanktionsrisiko verbunden ist", steht in dem der BamS vorliegendem Schreiben.

Im Ergebnis untergraben Firmen, die den Bau beider Pipelines unterstützen, aktiv die Sicherheit der Ukraine und Europas.

Grenell selbst versteht diesen Wirbel um diese Briefe nicht. Über einen Sprecher der US-Botschaft in Berlin ließ er die BamS wissen:

Der Brief ist nicht als Drohung aufzufassen, sondern als klare Botschaft der US-Politik.

Außerdem sei dieser Vorgang mit "diversen US-Behörden in Washington abgesprochen", heißt es weiter, was dennoch für Irritationen im Auswärtigen Amt sorgte. Man wolle deshalb mit den "Gesprächspartnern in Washington direkt sprechen." 

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