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Causa Billy Six auf der Bundespressekonferenz: Fragen über Fragen

Causa Billy Six auf der Bundespressekonferenz: Fragen über Fragen
Das Schicksal des deutschen Freelance-Journalisten Billy Six war erstmals Thema bei der Bundespressekonferenz. Venezolanische Sicherheitskräfte hatten ihn im November 2018 festgenommen. Der Vorwurf lautet: Spionage, Rebellion und Verletzung einer Sicherheitszone.

Seit acht Wochen sitzt Billy Six in dem venezolanischen Militärgefängnis "El Helicoide" in Haft. Er arbeitet unter anderem für die Junge Freiheit und das Deutschland Magazin, welches sich selbst als "scharfe Waffe gegen Rote und Grüne" bezeichnet. Die Umstände seiner Inhaftierung sind noch immer nebulös. Der als freier Journalist tätige Six soll am 17. November vom venezolanischen Geheimdienst Sebin im nordwestlichen Bundesstaat Falcón festgenommen worden sein. Begründet wird die Festnahme von venezolanischer Seite mit den Tatvorwürfen Spionage, Rebellion und Verletzung von Sicherheitszonen.

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Sein Vater sowie seine Auftraggeber Junge Freiheit und das Deutschland Magazin bezeichnen die Vorwürfe der venezolanischen Behörden als "haltlos". Auch Michael Rediske, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der deutschen NGO-Sektion von "Reporter ohne Grenzen" und ex-Chefredakteur der taz, hält die Vorwürfe gegen Billy Six für konstruiert.

Bei der Bundespressekonferenz reagierte das Auswärtige Amt (AA), welches sonst keine Gelegenheit auslässt, um die venezolanische Regierung zu verurteilen, jedoch auffallend zurückhaltend zur juristischen Einschätzung der Festnahme und auch zu allen weiteren Details der Haftumstände. Auch auf die Nachfrage von RT, ob Billy Six mit einem Journalisten-Visum eingereist ist oder de jure illegal als Journalist in Venezuela tätig war, konnte oder wollte das AA keine Auskunft geben.

Allerdings deutet alles darauf hin, das Billy Six - entgegen internationalen journalistischen Gepflogenheiten - mit einem einfachen Touristenvisum nach Venezuela eingereist ist und dann dort dennoch als Journalist tätig wurde.

Denn während die venezolanische Seite klar betont, dass Six sich nicht offiziell als Journalist akkreditieren ließ, erklärten Deutschland Magazin und Junge Freiheit auf Nachfrage, dass sie gar nicht sagen können, ob Six seine journalistische Tätigkeit vorab in dem südamerikanischen Land angemeldet hatte. 

Wenn aber Billy Six allem Anschein nach illegal in Venezuela als Journalist tätig wurde und kurz nach dem Attentatsversuch gegen den gewählten Präsidenten Nicolás Maduro tatsächlich, wie von venezolanischer Seite dargestellt, in einen nur für akkreditierte Journalisten reservierten Sicherheitsbereich eingedrungen ist, dann hätte dies auch in jedem anderen Land der Welt rechtsstaatliche Konsequenzen gehabt. Rechnet man dann noch dazu, dass Six regelmäßig in seinen Reportagen Venezolaner befragt hat, wieso sie denn nicht die sozialistische Regierung unter Maduro stürzen, z.B. ab Minute 33:59 in dieser Videoreportage, dann ergibt sich ein etwas anderes Bild, als es von seinen Angehörigen und Unterstützern derzeit gezeichnet wird.

Das erklärt aber natürlich nicht, wieso Six als Zivilist in einem Militärgefängnis einsitzt und in Folge auch vor ein Militärgericht gestellt werden soll. Es bleibt aber festzuhalten, dass entgegen der allgemeinen medialen Darstellung, nicht nur das Agieren der venezuelanischen Behörden Fragen aufwirft.

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