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Umfrage: Deutsche Beteiligung in Afghanistan hängt von USA ab

Umfrage: Deutsche Beteiligung in Afghanistan hängt von USA ab
Symbolbild: Deutsche Bundeswehr-Soldaten nach ihrem Einsatz in Afghanistan, Termez, Usbekistan, 28. April 2010.
Laut einer Umfrage will fast die Hälfte der Deutschen den Einsatz der Bundeswehr beendet sehen, sollten die USA ihre Truppen abziehen. Die Deutschen sehen den Kampf gegen den IS-Terror als den gefährlichsten Konflikt, gefolgt vom Streit um den INF-Vertrag.

Die USA erwägen, einen Teil ihrer rund 14.000 Soldaten aus Afghanistan abzuziehen. Deutschland hat in Afghanistan knapp 1.300 Soldaten stationiert, die als Teil des NATO-Einsatzes "Resolute Support" afghanische Sicherheitskräfte ausbilden. YouGov erhob zwischen dem 2. und 4. Januar im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) eine Umfrage in Deutschland. Insgesamt 2.046 Personen nahmen daran Teil. Die Fragen lauteten: 

  • Soll der Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan Ihrer Meinung nach beendet werden, wenn die USA ihre Truppen dort deutlich reduzieren?
  • Soll der Einsatz der deutschen Tornados und des Tankflugzeugs Ihrer Meinung nach parallel zum Abzug der Amerikaner beendet werden?
  • Welchen internationalen Konflikt halten sie momentan für den gefährlichsten?

48 Prozent der Befragten sprachen sich für einen deutschen Abzug aus, 29 Prozent stimmten dagegen. Keine eindeutige Aussage machten 23 Prozent.

Unter den US-finanzierten Mudschaheddin, die die Sowjets in Afghanistan bekämpften, war auch Osama bin Laden. Noch 1993 wurde er vom

Weniger klar als in Sachen Afghanistan ist das Meinungsbild in Deutschland in Bezug auf Syrien. Hier hatte der US-Präsident den Abzug von US-Truppen angekündigt. 

In Deutschland waren 41 Prozent der Umfrageteilnehmer dafür, den Einsatz deutscher Tornados und Tankflugzeuge im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) parallel zum Abzug des US-Militärs zu beenden. Gegen einen Abzug sprachen sich 32 Prozent aus (28 Prozent weiß nicht/keine Angabe). Trumps Entscheidung hatte im Kreis der Verbündeten und auch in den USA erhebliche Kritik ausgelöst und Fragen zur sicherheitspolitischen Verlässlichkeit des US-Präsidenten aufgeworfen.

Den IS-Terror halten 25 Prozent der Befragten für den gefährlichsten internationalen Konflikt. Vor dem Hintergrund, dass der IS in Syrien und im Irak weitgehend besiegt sei, bleibe die Gefahr von IS-Anschlägen in Europa gleich (48 Prozent) oder nehme eher zu (29 Prozent). Nur sieben Prozent der Befragten meinen, die Gefahr nehme eher ab.

Auf Platz zwei der gefährlichsten Konflikte steht für die Deutschen der Streit zwischen den USA und Russland über das Verbot atomarer Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag) mit 16 Prozent, gefolgt vom Atomstreit zwischen Nordkorea und den USA (14 Prozent). Der Konflikt in der Ostukraine (sechs Prozent), der zwischen Israel und den Palästinensern (drei Prozent) und der um das iranische Atomprogramm (zwei Prozent) erscheint demnach deutlich weniger Menschen als bedrohlichster Konflikt.

(rt deutsch/dpa)

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