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Merkels Pannenflug: Bundeswehr schiebt Schuld auf Lufthansa

Merkels Pannenflug: Bundeswehr schiebt Schuld auf Lufthansa
Das Regierungsflugzeug Airbus A340 mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und der deutschen Delegation zum G20-Gipfel in Buenos Aires, der kurz nach dem Start von Berlin landen musste, auf dem Flughafen Köln-Bonn, 29. November 2018.
Es war nicht nur peinlich, sondern auch gefährlich: Kurz nachdem Kanzlerin Merkel in Richtung G20-Gipfel in Buenos Aires abgehoben hatte, musste sie umkehren. Der Bericht eines Generals der Flugsicherheit der Bundeswehr macht die Lufthansa für den Vorfall verantwortlich.

Der Vorfall am 29. November mit der Regierungsmaschine von Bundeskanzlerin Angela Merkel soll durch einen Fehler der Lufthansa verursacht worden sein. Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel hatte die Firme Lufthansa-Technik den Airbus A340 "Konrad Adenauer" im Jahr 2009 umgebaut und seitdem dieses Flugzeug gewartet. Der Spiegel zitiert aus einem vertraulichen Bericht eines Generals für Flugsicherheit bei der Bundeswehr. Demnach soll es die Lufthansa 2010 versäumt haben, sowohl die Piloten der Luftbereitschaft wie auch den Hersteller Airbus über ein neu eingebautes digitales Kommunikationssystem zu informieren.

Das sei die Ursache dafür gewesen, dass die Piloten der Maschine, die Merkel und ihre Delegation zum G20-Gipfel nach Buenos Aires bringen sollten, auf einen Stromausfall der Bordelektronik nicht angemessen reagieren konnten. Der Airbus musste über Holland wieder umkehren und mit nahezu vollen Tanks in Köln landen, was als ein gefährliches Manöver gilt. Merkel erreichte den G20-Gipfel mit einem Tag Verspätung, da sie erst am Tag darauf mit einem Linienflug der Iberia zum Gipfel reisen konnte. Unter anderem verpasste sie dadurch das traditionelle "Familienfoto" mit den anderen Gipfelteilnehmern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel nach der Notlandung auf dem Rollfeld des Kölner Flughafens.

In dem vom Spiegel zitierten vertraulichen Bericht heißt es weiter, dass eine ganze Kette von gemeldeten Ereignissen schließlich zum Abbruch des Fluges geführt haben soll. Zunächst soll eine "fehlerhafte Lötstelle" an einem Transformator einen Stromausfall in Teilen der Bordelektronik verursacht haben. Zwar gibt es in dem Flugzeug weitere Transformator-Einheiten, die bei einem solchen Ausfall einspringen, doch in diesem Fall soll dies lediglich 70 Sekunden lang funktioniert haben.

Das soll zur Folge gehabt haben, dass die Piloten nicht mehr über Funk kommunizieren konnten. Notgedrungen nutzen sie ein Satellitentelefon, um mit der Flugsicherung am Boden Kontakt aufzunehmen. Auch Teile der Hydraulik sollen von dem Stromausfall betroffen gewesen sein, was unter anderem verhinderte, dass die Piloten Treibstoff ablassen konnten. Zum Zeitpunkt des Defektes hatte der Airbus 100 Tonnen Kerosin getankt. Es habe zwar eine Notfall-Anleitung für einen Neustart des Systems gegeben, doch Piloten sollen darüber offenbar nie informiert worden sein.

Lufthansa Technik weist die Vorwürfe zurück. Der Konzernsprecher, Jens Krüger, sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag: "Die Lufthansa Technik hat zu jedem Zeitpunkt sämtliche luftrechtlichen Vorgaben eingehalten. Das gilt auch für den Umgang mit den Dokumentationspflichten." Zu Einzelheiten äußerte er sich nicht.

Zur Flugbereitschaft gehören nach Angaben des Luftwaffe 14 Flugzeuge der Hersteller Airbus und Bombardier. Die Maschinen sollen unter anderem Regierungsmitglieder auf Kurz-, Mittel- und Langstrecken befördern.

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