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Merkels Abtritt: Unions-Fraktionschef sieht knappes Rennen um Nachfolge

Merkels Abtritt: Unions-Fraktionschef sieht knappes Rennen um Nachfolge
Bundeskanzlerin und Noch-Parteivorsitzende der CDU Deutschland, Angela Merkel, verlässt am 6. Dezember 2018 die HafenCity in Hamburg. Am 7. Dezember wird die CDU einen neuen Chef oder eine neue Chefin bekommen.
Fast alle rechnen mit einem Fotofinish. Wenn die Nachfolge von Kanzlerin Merkel als Parteichefin feststeht, könnte es tiefe Verletzungen geben. Fraktionschef Brinkhaus sendet einen Appell zur Einigkeit. Der Nachfolger "muss sich als Brückenbauer" verstehen.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) geht von einer knappen Entscheidung bei der Abstimmung über die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel als Parteivorsitzende aus. Er sehe vor der am Freitagnachmittag geplanten Wahl auf dem CDU-Parteitag in Hamburg keinen Favoriten, sagte Brinkhaus der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

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Es wird ein knappes Rennen. Es wird mitentscheidend sein, wer die Gunst der Stunde auf dem Parteitag am besten für sich nutzen kann. Die letzten Meter in dem Rennen werden entscheiden.

Der Fraktionsvorsitzende appellierte an alle drei Kandidaten, auch bei einer Niederlage weiterhin für die CDU zur Verfügung zu stehen. Die fairen Debatten bei den acht Regionalkonferenzen zur Vorstellung der Kandidaten – Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Ex-Fraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn – hätten der Partei neuen Schwung gegeben, sagte Brinkhaus.

Es geht um sehr viel – und dafür gehen die Kandidaten sehr gut miteinander um. So muss es weitergehen.

Der oder die neue Parteivorsitzende stehe vor der Aufgabe, nach dem Parteitag die Partei zusammenzuhalten. Die oder der Nachfolger "muss sich als Brückenbauer verstehen – in der CDU, aber auch in der Gesellschaft". Nach dem Parteitag müsse sich die CDU sofort wieder mit den Themen beschäftigen, die die Bürger umtrieben.

Brinkhaus hoft, dass künftig auch die Partei-Mitglieder mehr ihre Meinung sagen können  

Auf die Frage, wie viel "Beinfreiheit" die Kanzlerin und die oder der künftige Parteivorsitzende haben werde, sagte Brinkhaus:

Das Ganze wird nur gut funktionieren, wenn die drei Kraftzentren der CDU – Partei, Fraktion und Regierung – gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Zwischen Fraktion und Regierung funktioniere die Arbeitsteilung sehr gut – "auch wenn wir da jetzt etwas offener debattieren und manchmal auch etwas kontroverser", sagte Brinkhaus. Er hoffe, dass dies auch mit der Partei so sein werde. Entscheidend sei, dass künftig auch die Mitglieder mehr ihre Meinung sagen könnten und stärker in Entscheidungen eingebunden würden.

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(dpa/rt deutsch)

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