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Wegen Iran-Sanktionen: Hamburger Geschäftsfrau wird Konto in Deutschland gekündigt

Wegen Iran-Sanktionen: Hamburger Geschäftsfrau wird Konto in Deutschland gekündigt
Commerzbank-Gebäude Frankfurt am Main, Deutschland, 21. Juli 2010.
Eine deutsche Geschäftsfrau mit iranischen Wurzeln werden Konto, Depots und Vermögensverwaltung bei der Commerzbank gekündigt. Grund ist die Angst der Bank vor erneuten Repressalien aus Washington. Auch deutsche Unternehmen müssen sich vor "Sekundär-Sanktionen" fürchten.

Vor drei Jahren musste die Commerzbank wegen Iran-Geschäften, welche den USA missfielen, 1,5 Milliarden Euro Strafe an das US-Außenministerium zahlen. Die Angst der Bank vor den Iran-Sanktionen bekam nun auch eine deutsche Geschäftsfrau in Hamburg zu spüren. 

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Die Firma "Family Office" von Iris Motamed-Amini erledigt Büroarbeiten für Firmen, darunter auch Buchhaltung und Korrespondenzen. Motamed-Amini wurde als Tochter eines zugezogenen Iraners und einer Deutschen in Deutschland geboren. Mit dem Iran hat sie nichts zu tun. Auch ihre Firma nicht. Ein Problem mit der Bank bekam sie nach dem Tod ihres Vaters.

Er verunglückte tödlich bei einem Verkehrsunfall während eins Aufenthalts im Iran: 

Als ich Vaters Konten im Iran auflösen und das Geld nach Deutschland überweisen wollte, hieß es von der Commerzbank zunächst, das sei kein Problem. Umso überraschter war ich, als nach erfolgreicher Dokumentenprüfung, diversen Besprechungen und mitten in der Abwicklung ohne jede Vorwarnung die schriftliche Kündigung kam. Einfach so. 

Wie Focus berichtet, entzog sich die Commerzbank auf Nachfrage eines Kommentars.

Michael Tockuss, Geschäftsführer der Deutsch-Iranischen Handelskammer in Hamburg, weist darauf hin, dass dies kein Einzelfall ist: 

Das Gleiche ist Iranern in den vergangenen Jahren gleich reihenweise passiert. Viele Unternehmer, die Zahlungsverkehr mit dem Iran haben, mussten die Erfahrung machen, dass ihnen die Bank die Kündigung schickt. 

Deutsche Unternehmen, die mit dem Iran Geschäfte machen, müssen sich vor "Sekundär-Sanktionen" fürchten, auch wenn diese keine Verbindung zu den USA hegen. Die USA können die Unternehmen bei Verstößen auf die schwarze Liste setzen lassen. Die EU will eine Clearingstelle einrichten, um weiterhin Geschäfte mit dem Iran zu ermöglichen, denn die Banken verhindern die Iran-Geschäfte. 

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Nach den neuen Sanktionen, welche die USA nach dem Austritt aus dem Nuklearabkommen (JCPOA) erließen, erklärte das Unternehmen Siemens, seine Iran-Geschäfte weiter zu reduzieren, um

Geschäftsaktivitäten mit den sich verändernden multilateralen Rahmenbedingungen bezüglich Iran in Einklang zu bringen.  

Auch Daimler und die T-Systems verließen den Iran. Die Fluggesellschaften Air France und British Airways stellten ihre Flugverbindungen in den Iran ein. 

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