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Schluss mit Cash: Immer mehr Firmen verdrängen Bargeld in Deutschland

Schluss mit Cash: Immer mehr Firmen verdrängen Bargeld in Deutschland
Bezahlung mit Smartphone bei Edeka in Berlin, Deutschland, 29. Mai 2013.
Der Hersteller Apple, der Internet-Gigant Google, Banken und Kreditkartenanbieter treiben den Trend der bargeldlosen Zahlung in Deutschland voran. Befürworter der Bargeldabschaffung halten das Bargeld für zu teuer und ineffizient.

Mobile Wallets, Messenger und Apps ermöglichen den Einkauf ohne Bargeld und Kreditkarte. Es soll den Einkauf beschleunigen und vereinfachen. Das Bargeld wird verdrängt. Die Europäische Zentralbank hat beschlossen, den 500-Euro-Schein bald nicht mehr zu drucken. Als Grund gab die EZB an, sie wolle so gegen Korruption, illegale Geschäfte, Geldwäsche und auch Banküberfälle vorgehen. 

Schweden als europäisches Vorbild? 

Schweden war das erste Land in Europa, welches offiziell Geldscheine einführte. In Zukunft soll dort das Bargeld abgeschafft werden. In Stockholm sitzen Entwickler an der "e-Krone" (elektronischen Version der schwedischen Krone). Schon jetzt kann in vielen schwedischen Cafés nicht einmal eine Tasse Kaffee mit Bargeld bezahlt werden. An den Kassen stehen Schilder mit der Aufschrift "Keine Bargeldannahme". Auch sind Geldautomaten zum Abheben von Bargeld schwer zu finden. In Schweden formiert sich aber auch Kritik an der Entwicklung. In einer Umfrage im April war eine Mehrheit gegen die Abschaffung des Bargelds. 

Ein Demonstrant hält ein Banner gegen die vom oppositionellen Nationalkongress kritisierte Abschaffung der 500 und 1000 Rupee-Scheine, Mumbai am 28. November 2016.

Zahlten 2008 noch 82,5 Prozent der Deutschen mit Bargeld, waren es laut Handelsblatt 2017 nur noch 74,3 Prozent. In Schweden waren es 2017 nur noch 25 Prozent, die mit Bargeld zahlten. In Deutschland macht abseits von Kreditkarten und EC-Kartenzahlungen etwa die Bezahl-App von Google (Google Pay) mit dem Smartphone Zahlungen möglich. 

Auf Google Pay zurückgreifen kann man in Deutschland aber nur, wenn man Kunde von N26 oder der Banken Commerzbank oder Comdirekt ist. Andere Banken bieten ihre eigenen Apps an. Apple Pay soll bis zum Ende des Jahres in Deutschland starten. Der koreanische Mobilgerätehersteller Samsung hat noch nicht bekannt gemacht, ob er in Deutschland Samsung Pay anbieten wird. 

In sogenannten "Mobile Wallets" lassen sich Informationen zu Bankkarten speichern. Diese sind dann bei einer Online-Bezahlung oder in Läden abrufbar. Die gängigste Online-Bezahlmethode in Deutschland über das Wallet ist PayPal. Die Zahlungen per Mobile Wallet in den Geschäften lagen 2018 nur bei 5 Prozent. Die Läden müssen hierbei mit einem NFC-Kartenterminal (Near Field Communication-Technik) ausgestattet sein.

Angst vor Datenklau bei deutschen Kunden 

Eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC Anfang 2016 ergab, dass bei den Deutschen die Angst vor Datenklau einer Zahlung mit dem Mobilgerät im Wege steht. Besonders junge Menschen sehen das Zahlen mit dem Mobiletelfon als praktisch an. Die Älteren halten am Bargeld fest. 

Das Mobiltelefon, ein Armband mit NFC-Kompatibilität oder eine Kreditkarte mit dem NFC-Symbol (wellenförmiges Symbol) werden beim Zahlungsvorgang an das Lesegerät gehalten. Die PIN-Eingabe entfällt je nach Anbieter und Höhe des Kaufbetrags. Seit 10 Jahren gibt es diese Technik. Heute sind es in Deutschland die großen Händlerketten und Supermärkte, die mit NFC ausgestattet sind. 

Die aufwendige Maschinerie genannt ZDF und ARD will bezahlt sein - aber bitte nicht in Bar.

Vor Betrugsfällen beim Kauf über das Mobiltelefon sollen die Käufer in der EU durch ein neues Gesetz (PSD2) geschützt werden, welches seit Januar dieses Jahres gilt. Die Selbsthaftung wird damit auf 50 Euro begrenzt. Zudem wird Nutzern empfohlen, sich ein Kreditkartenetui zuzulegen, welches das NFC-Signal blockiert, damit es nicht zum Datenklau kommt.

Befürworter der Bargeldabschaffung halten Bargeld für zu teuer und ineffizient. So auch der Boss von Apple, Tim Cook, der über Bargeld sagte: 

Was sollen wir mit dem Zeug? 

Geldscheine, welche durch die Nutzung beschädigt werden, werden unbrauchbar und müssen geschreddert werden. 2017 gelangte so eine Milliarde an Euro-Scheinen in den Schredder. 

Florian Homm spricht Klartext: Bargeldabschaffung, Bitcoin & Gold

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