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Printmedien im Sinkflug: Kioskverkauf von Focus und Spiegel auf Rekordtief

Printmedien im Sinkflug: Kioskverkauf von Focus und Spiegel auf Rekordtief
Lief nicht so gut: Spiegel-Titel zum Thema Revolution
Die großen Wochenmagazine Stern, Spiegel und Focus verkaufen immer weniger Hefte im Einzelhandel. Besonders für den Focus ist die Entwicklung verheerend. Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen, denn von einer inhaltlichen Neuausrichtung ist nichts zu sehen.

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Die jetzt bekannt gewordenen Zahlen für den Kioskverkauf der großen Wochenmagazine Stern, Spiegel und Focus in der 42. Kalenderwoche sind für die Verlage besorgniserregend. Wie Meedia berichtet, verkauften sich die am 11. (Stern) bzw. 13. Oktober (Spiegel und Focus) erschienenen Ausgaben deutlich schlechter als im Durchschnitt der vergangenen Monate.

Das Magazin

Am wenigsten dramatisch stellt sich die Lage beim Stern dar. Er setzte im Einzelverkauf 137.819 Exemplare ab. Das waren 2.000 Hefte mehr als in der Vorwoche, allerdings lag der Absatz deutlich unter dem Zwölf-Monats-Schnitt von 147.700 Heften.

Der Spiegel verkaufte im Einzelhandel 164.126 Hefte, 17.000 weniger als in der Vorwoche. Dies ist der drittschwächste Wert in der Geschichte des Magazins, und das, obwohl der Titel "Revolution" für Spiegel-Verhältnisse nicht unbedingt schwach oder unattraktiv erschien. Der Zwölf-Monats-Schnitt liegt bei 183.600 Heften.

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Besonders dramatisch ist die Entwicklung beim Focus. Dessen Verkäufe waren schon in den Vorwochen besonders schwach gewesen und waren dreimal in Folge unter der Schwelle von 50.000 Einzelverkaufsexemplaren geblieben. Mit einem ambitionierten Titel, auf dem der "Supergeil"-Künstler Friedrich Liechtenstein mit einem Großpapagei abgebildet ist, versuchte der Focus die Wende – und scheiterte. Im Einzelverkauf wurden lediglich 45.878 Exemplare verkauft, noch einmal weniger als in der Vorwoche und deutlich weniger als der Zwölf-Monats-Durchschnitt von 64.300.

Die klassischen Printmedien scheinen ihrem Untergang entgegenzutreiben, die im Online-Bereich erzielten Zahlen sind weit davon entfernt, die Verluste kompensieren zu können. Von Selbstkritik und einer inhaltlichen Neuausrichtung ist bisher bei ihnen nichts zu spüren. Die Verlage belassen es bei Führungswechseln und neuen Layouts. Die Abwärtsentwicklung dürfte sich fortsetzen.

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