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Brandenburg: Tierquälerei in Bio-Schlachthof

Brandenburg: Tierquälerei in Bio-Schlachthof
In einem brandenburgischen Bio-Schlachthof sind Rinder vor ihrer Schlachtung brutal misshandelt wurden. Dies belegen Bilder einer Tierschutzorganisation. Tierquälerei scheint in deutschen Betrieben Alltag zu sein, auch in solchen, die sich als Bio deklarieren.

In einem Schlachthof in Hakenberg bei Fehrbellin im brandenburgischen Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist es offenbar zu schweren Misshandlungen von Rindern gekommen. Das zeigen Filmaufnahmen der Tierschutzorganisation Animal Rights Watch (ARIWA), die dem rbb  vorliegen.

Nach Angaben von ARIWA wurden auf dem Schlachthof Tiere geschlachtet, ohne richtig betäubt gewesen zu sein. Die Aufnahmen zeigen, wie Beschäftigte mehrmals erfolglos versuchen, Rinder mit einem Bolzenschussgerät zu betäuben, die Tiere aber weiterhin Reaktionen zeigen. Es ist auch zu sehen, wie Mitarbeiter Schnitte falsch ansetzen und die Tiere zu langsam ausbluten. Außerdem soll zu sehen sein, wie Tiere getreten und mit einem Stock geschlagen werden. Zum Treiben der Tiere sollen Elektroschocker vorschriftswidrig gegen den Kopf eingesetzt worden sein.

Großrazzia bei deutschem Fastfood-Lieferanten – Verdacht der Tierquälerei (Symbolbild)

Jens Winter, Geschäftsführer der Hakenberger Fleisch GmbH bestätigte gegenüber dem rbb die Echtheit der Aufnahmen. Das Vorgehen seiner Mitarbeiter sei nicht akzeptabel, der Schlachtbetrieb vorläufig eingestellt worden. Ein Mitarbeiter dürfe den Hof nicht mehr betreten, ein anderer nicht mehr schlachten.

Die zuständige Amtsveterinärin des Kreises, Simone Heiland, zeigte sich schockiert von den Aufnahmen und kündigte eine strafrechtliche Prüfung der Vorgänge an.

ARIWA wies in einem Facebook-Post darauf hin, dass dieser Fall der vierte in einem Monat sei, in dem heimliche Videoaufnahmen Gewalt gegen Tiere aufdeckten. Es sei absurd, noch von Einzelfällen zu sprechen.

Fälle von Tierquälerei in Mastbetrieben und Schlachthöfen haben in den vergangenen Jahren wiederholt für  Aufsehen gesorgt. Nicht nur Tierschutzorganisationen gehen davon aus, dass die Misshandlung von Tieren dort Alltag ist. Als Ursachen gelten unzureichende gesetzliche Regelungen, die unzureichende Überwachung und Durchsetzung dieser Regeln durch die Behörden und der enorme Preisdruck in der Branche.

Käufer von Fleisch aus Biobetrieben wiegen sich gern in dem Glauben, dass den Tieren dort derartige Quälereien erspart bleiben, und bezahlen auch dafür etwas mehr. Die Hakenberger Fleisch GmbH wirbt auf ihrer Webseite mit dem "respektvollen Umgang mit den Tieren in unserem kleinen Schlachtbetrieb direkt vor Ort".

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