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"Nicht koscher" - Jüdische Gemeinschaft reagiert auf neue AfD-Vereinigung "Juden in der AfD"

"Nicht koscher" - Jüdische Gemeinschaft reagiert auf neue AfD-Vereinigung "Juden in der AfD"
Überklebtes AfD-Poster in Abensberg, Deutschland, 3. September 2018.
Ab 7. Oktober wird es innerhalb der AfD eine Vereinigung geben, die sich "Juden in der AfD" nennt. Der Zentralrat der Juden hatte immer wieder vor der Partei "Alternative für Deutschland" gewarnt, denn die Freundschaft zu Israel diene allein dem Hass gegen Muslime.

Die jüdischen Verbände und der Zentralrat der Juden haben schon früh vor der AfD gewarnt. Mit großer Sorge reagiert man nun auf die neue Vereinigung "Juden in der AfD", welche am 7. Oktober innerhalb der Partei unter dem Kürzel "JAfD" gegründet wird. In Offenbach wird es dazu eine Gründungsversammlung geben. Beatrix von Storch und Joachim Kuhs vom AfD-Bundesvorstand werden Ansprachen halten. 

Die angebliche Sympathie für Israel sehen die jüdischen Verbände und Gemeinden als fadenscheinig an, denn diese habe lediglich den Zweck, den Hass gegen Muslime zu verbreiten. Die AfD setzt sich für eine Einschränkung der Religionsfreiheit ein. 

Michael Friedman, ehemaliger Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, bezeichnete die AfD als eine "menschenverachtende, demokratiefeindliche Partei. Niemand sollte in die AfD eintreten, ein Jude erst recht nicht." 

KZ-Sachsenhausen, Deutschland, 29. März 2005

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern sagte gegenüber der Bild-Zeitung: 

Wie jüdische Menschen ihre Mitgliedschaft in einer solchen Partei vor sich selbst rechtfertigen können, ist völlig unverständlich. Man sollte sich nicht täuschen lassen: Die AfD ist und bleibt eine Partei, in der Antisemiten sich pudelwohl fühlen können. 

Elio Adler, vom Berliner Verein "Werteinitiative": 

Wir halten jedes Engagement in dieser Partei für falsch. 

Maram Stern vom Jüdischen Weltkongress: 

Ich glaube nicht, dass man der AfD einen Koscher-Stempel geben sollte. 

Antisemitismus in der AfD 

Im Juli reiste eine AfD-Gruppe aus dem Wahlkreis von Alice Weidel in die Gedenkstätte Sachsenhausen. Die Führung, an der diese Gruppe teilnahm, musste aufgrund von Störungen seitens dieser Teilnehmer abgebrochen werden.

Die Störenfriede relativierten den Holocaust und zweifelten die Vergasung der Juden durch die Nationalsozialisten an. Der Zentralrat der Juden sagte zu dem Vorfall: 

So bitter es ist, überraschend ist das Verhalten einiger Teilnehmer der AfD-Besuchergruppe nicht. Damit wollen sie nach meiner Einschätzung genau solche Bürger als Anhänger gewinnen wie jene in der Besuchergruppe. Für Wahlerfolge ist der AfD offenbar jedes Mittel recht, auch wenn dabei die Würde der NS-Opfer mit Füßen getreten wird. 

Links: Handtuch Edition Seebad Prora, Rechts: Landolf &Thorsten Poster des

Durch seine antisemitischen Äußerungen fiel besonders der thüringische AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke auf. Bei einer Veranstaltung der "Jungen Alternative Berlin" sagte er am 26. September 2015: 

Christentum und Judentum stellen einen Antagonismus dar. 

Über das Holocaust-Mahnmal in Berlin sagte Höcke: 

Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schade in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat. 

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland sorgte mit seiner Äußerung "Hitler und die Nazis" seien "nur ein Vogelschiss in über tausend Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte" für Empörung. Wolfgang Gedeon, baden-württembergischer AfD-Landtagsabgeordneter, forderte ein Ende der Aktion "Stolperstein", mit welcher der Holocaust-Opfer gedacht wird. 

Der AfD-Sprecher Lambrou sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass es trotz allem keinen Widerspruch zwischen der Mitgliedschaft und dem jüdischen Glauben gebe. 

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