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Gauland zu Chemnitz: "Ausrasten ist nach einer solchen Tat legitim"

Gauland zu Chemnitz: "Ausrasten ist nach einer solchen Tat legitim"
Alexander Gauland, Berlin, Deutschland, 4. Juli 2018.
Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland, gebürtiger Chemnitzer, verteidigt die Proteste in Chemnitz: "Ausrasten ist nach einer solchen Tat legitim". Für diesen Samstag sind Schweigemärsche angekündigt.

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat die Proteste Chemnitzer Bürger nach dem Totschlagsfall in der Stadt verteidigt und sie von Rechtsextremismus abgegrenzt:

Ausrasten ist nach einer solchen Tat legitim. Was natürlich nicht legitim ist, (...) dass Menschen gejagt werden, und es ist natürlich nicht legitim, dass der Hitlergruß gezeigt wird. Das Problem bei solchen Veranstaltungen ist natürlich, dass sich Hooligans, Rechtsradikale draufsetzen (...), die das instrumentalisieren wollen. Aber das delegitimiert nicht die Wut und den Protest der Chemnitzer gegenüber dieser Tat.

Eine Deeskalation der Lage befand Gauland für nicht einfach:

Das ist sehr schwierig. Man muss auf die Menschen zugehen, man muss mit den Menschen reden, die sich Sorgen machen, die diese Flüchtlingspolitik für falsch halten, weil sie die Folgen jetzt spüren. Besorgte Bürger werden jetzt allmählich schon als etwas Rechtsradikales dargestellt, das kann nicht sein.

Ein ehemaliger sowjetischer Soldat und Buchenwald-Häftling am 11. April 2017  - Tag der Befreiung des Konzentrationslagers.

Dass drei AfD-Landesverbände für Samstag einen Schweigemarsch angemeldet haben, findet der Parteichef gut:

Das halte ich für die richtige Antwort. Das hat nichts mit Provokation zu tun.

Gauland, der in Chemnitz geboren wurde, sieht in den Ereignissen der vergangenen Tage vor allem ein Versagen der Polizei:

Ich sehe überhaupt keine Gefährdung der Demokratie. Die Demokratie ist stark genug, der Rechtsstaat ist stark genug – er muss nur handeln.

Die Polizeiführung habe versagt, weil in den ersten beiden Tagen nach der Tat falsch eingeschätzt worden sei, wie viel Demonstranten und wie viele Rechtsradikale kommen würden.

(rt deutsch/dpa)

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