icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Der "Problemvogel" der Bundeswehr: Nur acht Transportflugzeuge A400M einsatzbereit

Der "Problemvogel" der Bundeswehr: Nur acht Transportflugzeuge A400M einsatzbereit
Erst Ende Juli wurde das Transportflugzeug A400M in der medizinischen Konfiguration auf dem Flughafen Tegel in Berlin vorgestellt. Es soll jetzt auch als "fliegende Intensivstation" für die Evakuierung und Behandlung Verletzter aus Krisengebieten eingesetzt werden.
Er gilt als modernster Militärtransporter der Welt: der A400M. Bis jetzt hat er aber vor allem negative Schlagzeilen gemacht. Und nun das: Eine Anfrage der Linken zeigt, dass derzeit nur acht der insgesamt 19 gelieferten Maschinen einsatzbereit sind.

Elf Jahre Verzögerung, Mehrkosten in Milliardenhöhe und immer wieder technische Probleme: Bisher hat sich der Airbus A400M vor allem als Pannenflieger einen Namen gemacht. Von den Medien bekam er bereits den Spitznamen "Problemvogel". Erst vergangenen Dienstag versuchte die Bundeswehr, das ramponierte Image der Maschine ein bisschen aufzupolieren. Am Flughafen Tegel wurde eine als Sanitätsflugzeug ausgerüstete Maschine vorgestellt, die zur Rettung von Verletzten aus Krisengebieten eingesetzt werden kann.

Im Ernstfall kann ein Airbus A400M, der auf dem niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf in Bereitschaft steht, innerhalb von zwölf Stunden zu einer "fliegenden Intensivstation" umgebaut werden und ins Krisengebiet starten. Bis zu sechs schwerverletzte Patienten sowie weitere Leichtverletzte könnten bei einer Evakuierungsaktion darin behandelt werden. Beim Vorstellungstermin verkündete man, dass Intensivbeatmungsgeräte, Infusionspumpen oder Ultraschallsysteme zur Ausstattung gehörten. Mit dem Sauerstoff an Bord könnten Schwerverletzte bis zu zehn Stunden künstlich beatmet werden.

Höhere Weihen für von der Leyen? Beim Spiegel-Interview geht es jedenfalls gelöst zu

Nur acht der modernsten Militär-Maschinen flogen im Juni

Nun aber kommt wieder ein negativer Berichte über den modernsten Militärtransporter der Welt auf. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, sollen von den insgesamt 19 Maschinen, die bis jetzt von Airbus geliefert wurden, nur acht einsatzbereit sein. Das Blatt beruft sich dabei auf eine ihm vorliegende Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Parlamentsanfrage der Linken. Die Einsatzbereitschaft unterliege täglichen Schwankungen, zitiert die Zeitung aus dem Regierungspapier. So seien im Juni dieses Jahres durchschnittlich acht Maschinen einsatzbereit gewesen.

Die Linke übte scharfe Kritik an der Bundesregierung für die Anschaffung des A400M, der das Transportflugzeug vom Typ Transall, das ein halbes Jahrhundert alt ist, nach und nach ersetzten soll. So sagte Vizefraktionschefin Sevim Dağdelen gegenüber der Zeitung:

Der A400M entpuppt sich wie der Eurofighter als ein Milliardengeschenk an den Rüstungskonzern Airbus, was Steuerzahler teuer zu stehen kommt.

Mehrkosten von 1,5 Milliarden Euro

Statt Milliarden Euro in Rüstungsprojekten zu versenken, sollte das Geld in die Bildung und gegen den Pflegenotstand oder die Wohnungsnot investiert werden, kritisierte die Linke-Politikerin.

Bei der Entwicklung und auch nach Auslieferung der ersten Flieger an die Bundeswehr ab Dezember 2014 gab es immer wieder technische Komplikationen, so etwa wegen Triebwerkproblemen oder Rissen im Rumpf. Dies alles hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums die Auslieferung der insgesamt 53 bei Airbus bestellten Maschinen um mehr als elf Jahre verzögert. Dadurch hätten sich auch die Kosten im Vergleich zur ursprünglich veranschlagten Summe um 1,5 Milliarden Euro erhöht.

Mehr zum ThemaMehr Sport – Bundeswehr stellt Grundausbildung um

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen