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Fast 50 Prozent höhere Ausgaben: Externe Berater immer beliebter bei der Bundesregierung

Fast 50 Prozent höhere Ausgaben: Externe Berater immer beliebter bei der Bundesregierung
Direkt an der Spree mitten in Berlin liegt das Regierungsviertel mit zahlreichen Gebäuden, in denen die Ministerien untergebracht sind.
Berater von außen kommen immer öfter in deutschen Ministerien zum Einsatz. Im vergangenen Jahr stiegen die Ausgaben laut übereinstimmenden Berichten deutlich an - um 45 Millionen Euro. Besonders ein Ministerium sticht in dieser Sache hervor.

22.500 Mitarbeiter arbeiten in den Ministerien in Berlin oder in deren Außenstellen in Bonn. Aber offenbar reichen ihre Kompetenzen nicht aus, denn anders kann man sich die Information nicht erklären, dass die Bundesregierung trotz Tausender Beamter verstärkt auf externen Sachverstand setzt. So soll die Große Koalition laut übereinstimmenden Berichten der Zeitungen Welt und Rheinische Post im Jahr 2017 insgesamt 146,2 Millionen Euro für Berater von außen gezahlt haben. Beide Medien berufen sich auf eine Auflistung des Finanzministeriums.

Das BMVg beklagt mangelnde Finanzierung, das Heer marodes Gerät – doch flossen scheinbar bereits im Vorfeld geplanter Privatisierungen Millionen in die Taschen von Beratern und Beamten.

Demnach sollen die Kosten für Beraterunternehmen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2016 drastisch angestiegen sein - um satte 45,1 Millionen Euro oder 44,5 Prozent. Absoluter Spitzenreiter beim Heranziehen externen Sachverstands war dem Bericht zufolge das Bundesinnenministerium, das 2017 noch von Thomas de Maizière geleitet wurde. Laut Welt seien dort insgesamt rund 250 entsprechende Verträge im Umfang von 66,3 Millionen Euro geschlossen worden.

Ministerien brauchten Rat etwa beim Schutz vor Hackern

An zweiter Stelle kommt das Verkehrsministerium, damals mit Alexander Dobrindt an der Spitze, mit 58 Verträgen zu 27,8 Millionen Euro, gleich danach folgt das Finanzministerium, das 2017 von Wolfgang Schäuble geleitet wurde. Dessen Mitarbeiter schlossen 84 Verträge mit externen Beratungsfirmen ab, die 24,4 Millionen Euro kosteten.

Welche Aufgaben die jeweiligen Konsultanten betreuten, fällt laut Bericht von Ministerium zu Ministerium unterschiedlich aus. So sollen sich das Innen- und Finanzministerium vor allem zu IT-Themen Rat geholt haben. Besonders der Schutz vor Hackern soll dabei eine große Rolle gespielt haben. Beim Verkehrsministerium musste man bei der Lkw-Maut auf externen Sachverstand setzten.

Eine Ausnahme gibt es: Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit Barbara Hendricks an der Spitze kam 2017 komplett ohne externe Berater zurecht. Bereits im Jahr zuvor war es genauso. Auch im Ressort der damaligen Familienministerin Katarina Barley gingen die Mitarbeiter 2017 mit dem Geld für externen Rat sparsam um - nur 172.000 Euro fielen an Kosten an.

Kritik an den gezahlten Leistungen kam von der Opposition. Der FDP-Haushaltsexperte Otto Fricke sagte gegenüber der Welt:

Es stellt sich nicht nur die Frage, warum man dies nicht mit eigenem Personal schafft, sondern auch, wo Interessenkonflikte bestehen und wie man diese vermeiden kann.

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