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Abgasskandal weitet sich aus: Razzien bei Porsche wegen Betrugsverdachts

Abgasskandal weitet sich aus: Razzien bei Porsche wegen Betrugsverdachts
Pressekonferenz bei Porsche während der Automobilshow in Los Angeles, USA, 29. November 2017.
Im Zusammenhang mit dem sogenannten Abgasskandal durchsuchen Staatsanwälte und Einsatzkräfte der Landeskriminalämter Baden-Württemberg und Bayern mehrere Objekte des Autobauers. Die Tatvorwürfe gegen Mitarbeiter lauten auf Betrug und strafbare Werbung.

Es geht bei den Razzien um mögliche Manipulationen der Abgasreinigung von Dieselautos. Mehrere Objekte des Autobauers Porsche werden in diesem Zusammenhang heute durchsucht. Auch richten sich die Ermittlungen nach Aussagen der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Mitarbeiter der Porsche AG wegen des Verdachts des Betrugs und der strafbaren Werbung. Besonders drei Mitarbeiter sind in den Fokus der Ermittlungen gerückt, darunter ist eine Person auch Mitglied des Vorstands der Porsche AG. Porsche und Audi würden in vollem Umfang mit den Behörden kooperieren. Die VW-Tochter Audi liefert große Sechszylinder-Dieselmotoren auch an Porsche.

Konzern steht vor Personalrochaden und organisatorischen Umwälzungen

Es sind nicht die ersten Ermittlungen gegen Porsche. Im Herbst vor zwei Jahren wurden Zweifel an der Abgasreinigung des Modells Macau laut. Das Unternehmen rief die Modelle daraufhin freiwillig zurück. Im Juli 2017 ordnete der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ein Zulassungsverbot für den Porsche-Geländewagen Cayenne mit 3,0-Liter-TDI-Antrieb an.

Den Auftakt zur Diesel-Affäre machte Volkswagen im September 2015. Millionen von Fahrzeugen waren mit einer Software ausgestattet, welche die volle Abgasreinigung lediglich im Testbetrieb ermöglichte. Im Straßenbetrieb aber stießen die Wagen deutlich mehr Schadstoffe aus. Dies stürzte Volkswagen in eine schwere Krise.

Nach den Beschlüssen zum grundlegenden Umbau beim weltgrößten Autobauer Volkswagen hat Betriebsratschef Bernd Osterloh die volle Unterstützung der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat angekündigt. Er begrüße es ausdrücklich, dass der Konzern und die Marke VW Pkw wieder in Personalunion geführt werden sollten, schrieb Osterloh in einem Brief an die Belegschaft, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Am Vorabend hatte der Aufsichtsrat beschlossen, den bisherigen VW-Markenchef Herbert Diess zum Konzernchef zu befördern - als Nachfolger von Matthias Müller.

Volkswagen versucht Neuanfang

Gleichzeitig sei dies aber keine Rückkehr zu einem alten System - zuletzt hatte Ex-Konzernchef Martin Winterkorn sowohl Marke als auch Konzern geführt. Neu eingeführt werden soll laut Osterloh ein stellvertretender Vorsitzender für die Marke, der das Tagesgeschäft verantworte. Einen solchen Chief Operating Officer (COO) habe der Betriebsrat bereits 2014 gefordert, schrieb Osterloh. Diesen gelte es in den nächsten Wochen zu finden. Auch neue Konzernstrukturen habe der Betriebsrat bereits vor vier Jahren angemahnt. Ein großes Anliegen sei den Arbeitnehmervertretern immer eine Gruppe für die Volumen-Marken VW, Seat und Skoda gewesen. Damit könnten etwa unnötige Kosten vermieden werden, wie sie bei paralleler Entwicklungsarbeit anfielen.

Der Aufsichtsrat hatte eine Neuorganisation der Marken des Zwölf-Marken-Konzerns beschlossen: Eingeführt werden die Markengruppen "Volumen" (VW, Skoda und Seat), "Premium" (Audi) und "Super Premium" (Porsche, Bentley, Bugatti und Lamborghini). Für die Nutzfahrzeugeinheit Truck & Bus sollen die Voraussetzung geschaffen werden, um diese an die Börse zu bringen. Auch diesen Schritt unterstützten die Betriebsräte. Kritik an den Strukturen sei nicht zwangsläufig Kritik an den handelnden Führungskräften, betonte Osterloh. Müller habe das Unternehmen erfolgreich durch die schwerste Krise seiner Geschichte gesteuert. Zudem habe er Arbeitsplatzsicherheit und Rentabilität als zwei Seiten derselben Medaille gesehen.

(rt deutsch/dpa)

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