Ausnahmezustand in Duisburg: 80 Männer gehen mit Waffen aufeinander los - Polizei greift durch

Ausnahmezustand in Duisburg: 80 Männer gehen mit Waffen aufeinander los - Polizei greift durch
Es ist offenbar schon der zweite Vorfall dieser Art innerhalb weniger Tage.
Laut einer Meldung der Zeitung "Der Westen" gerieten am Dienstagabend rund 80 Männer am Altmarkt in Duisburg aneinander. Einige von ihnen waren mit Macheten und Metallrohren bewaffnet. Die Polizei bekam die Situation dennoch unter Kontrolle.

Dutzende Kontrahenten trafen mit Macheten, Eisenstangen, Teleskopschlagstöcken und einem Staubsaugerrohr aufeinander: In Duisburg haben Polizisten eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen verhindert. Es waren den Angaben zufolge etwa 20 bis 30 Personen auf jeder Seite.

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Polizisten, die auch beleidigt und mit Gegenständen beworfen wurden, setzten unter anderem Reizgas ein, wie ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen mitteilte. "Die Beamten bekamen die Lage in Griff, bevor sie eskalierte", fügte er hinzu.

50 Menschen wurden festgenommen. Nach der Feststellung der Personalien seien 30 wieder auf freien Fuß gekommen. Die anderen seien noch im Polizeigewahrsam, um weitere Straftaten zu verhindern. Worum es bei dem Streit am Dienstagabend ging, wollte keiner der Beteiligten der Polizei sagen. Dennoch äußerte sich offenbar ein Beamter gegenüber der Zeitung Der Westen:

"Es handelt sich um drei rivalisierende Gruppen. Möglicherweise geht es um einen Konflikt zwischen Türken, Libanesen und Kurden", zitiert die Zeitung.

"Anders als bei einer Demo in der Größenordnung haben wir keinen Ansprechpartner. Niemand möchte mit der Polizei sprechen", die namentlich nicht genannte Quelle weiter. Somit sei es schwer zu bestimmen, wie es zu der Auseinandersetzung kam. Ein Großteil der Personen soll eine Volksgruppe mit einem libanesischen Migrationshintergrund angehören.

Schon in der Nacht zuvor und in der vergangenen Woche seien mehrere Personen in der Gegend aufeinander getroffen, allerdings nicht so massiv wie am Dienstagabend, sagte der Sprecher. Ein möglicher Zusammenhang werde geprüft.

(rt deutsch/dpa)