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Mehr als 18 Millionen Bürger erhielten zwischen 2007 und 2018 Hartz IV

Mehr als 18 Millionen Bürger erhielten zwischen 2007 und 2018 Hartz IV
Heruntergekommenes Hochhaus in Halle-Neustadt, Sachsen-Anhalt, Deutschland, 23. Oktober 2001.
Unter den 18 Millionen, die Hartz IV bezogen, waren 9,33 Millionen Männer und 8,97 Millionen Frauen. Insgesamt 5,47 Millionen waren unter 15 Jahre alt. Bisher war nur die Linke gegen Hartz IV, jetzt ist es auch die GroKo. Das System mache den Ausstieg aus Hartz IV unattraktiv.

Fast jeder zehnte Haushalt in Deutschland bezieht Hartz IV. In einer "Bedarfsgemeinschaft" lebende Menschen erhalten 954 Euro, Alleinstehende 416 Euro pro Monat.  

Jens Spahn von der CDU verbreitet mit seiner Aussage, Hartz IV sei ausreichend, eine Welle der Empörung. Die Koalition aus Union und SPD wollen das Vollbeschäftigungsziel erreichen. Von den in diesem Februar auf Hartz IV angewiesene 5,95 Millionen Menschen in Deutschland, galten 4,26 Millionen als erwerbsfähig. In die Hartz IV-Statisitk aufgenommen wurden diejenigen, die auch über kurze Zeit einmal Hartz IV bezogen. Viele haben nebenher einen Minijob. Der Berliner Bürgermeister Michael Müller fordert eine "neue soziale Agenda" gegen die Armut. Rund 857.000 Menschen gelten als Langzeitarbeitslose. Und von diesen haben über die Hälfte keine Ausbildung. 

Das Problem Hartz IV hinter sich zu lassen, ist der Mangel an der Attraktivität einer Alternative, so Holger Schäfer, Beschäftigungsexperte des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW): 

100 Euro werden angerechnet, wenn man mit Hartz IV eine Arbeit aufnimmt. 

Während sich der Minijob noch lohnt, lohnt sich der Teilzeitjob nicht mehr. 

Wer so arm aufwächst, wird später eher krank und stirbt früher.

Uwe Schimmer (CDU): 

Hartz ist nicht die letzte Antwort. Wir wollen eine stärker beschäftigungs- und bildungszentrierte Politik machen, um Vollbeschäftigung zu erreichen. 

Der CDU-Arbeitsmarktpolitiker Kai Whittaker fordert hingegen einen Neuanfang, denn Hartz IV sei nicht in der Lage, Menschen nach langer Zeit ohne Arbeit einzugliedern: 

Da müssen wir eine Schippe drauflegen. Wir brauchen einen Neustart. 

Wer neu auf Hartz IV angewiesen ist, tut dies oft nicht auf Dauer, dies gilt vor allem für Jüngere. Bei den 15- bis 25-Jährigen liegt die Wahrscheinlichkeit, kürzer als ein Jahr im System zu bleiben, bei 53 Prozent, bei den 25- bis 55-Jährigen bei 46 Prozent. Bei ihnen liegt das Risiko, vier Jahre und länger Grundsicherung zu brauchen, bei 22 Prozent. Die über 55-Jährigen haben sogar ein Risiko von 45 Prozent, vier Jahre und länger auf Hartz IV angewiesen zu sein. 

(rt deutsch/dpa) 

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