Merkel verurteilt Giftanschlag in Salisbury und erwartet rasche Antworten von Russland

Merkel verurteilt Giftanschlag in Salisbury und erwartet rasche Antworten von Russland
Angela Merkel, Berlin, Deutschland, 12. März 2018.
Der "Fall Skripal" weitet sich zu einer diplomatischen Krise zwischen Großbritannien und Russland aus. Der russische Botschafter wurde aufgefordert, die Herkunft des Nervengifts Nowitschok zu erklären. Nun meldete sich auch Angela Merkel zu Wort.

Gestern befasste sich das britische Unterhaus in einer Debatte mit dem Fall des Doppelagenten Sergei Skripal. Abgeordnete wetterten gegen Russland und riefen nach der Entziehung der Sendelizenz für RT UK, der Beschlagnahmung russischen Eigentums sowie der Ausweisung russischer Diplomaten und stellten Russland als Gastgeber der WM infrage. Jetzt äußerte sich auch Angela Merkel zu dem Fall. In einem Telefonat mit der britischen Premierministerin Theresa May betonte sie nach einer Mitteilung des Regierungssprechers Steffen Seibert vom Dienstag, sie nehme die Einschätzung der britischen Regierung zur Frage einer russischen Verantwortung für den Anschlag "außerordentlich ernst".

Sicherheitskräfte am Fundort von Sergei Skripal im britischen Salisbury

Die deutsche Bundeskanzlerin erwarte von Russland, "rasche Antworten auf die berechtigten Fragen der britischen Regierung zu geben und der Aufforderung nach vollständiger und umgehender Offenlegung des einschlägigen Chemiewaffenprogramms gegenüber der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu folgen". Die britische Regierung verortet die Schuld am Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergei Skripal und dessen Tochter bei Russland und fordert eine umgehende Erklärung zu dem Fall. Russland hingegen verlangt zunächst Zugang zur Nervengiftprobe. 

(rt deutsch/dpa)

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