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Kein "Vaterland" mehr: Frauenbeauftragte will Text der Nationalhymne ändern

Kein "Vaterland" mehr: Frauenbeauftragte will Text der Nationalhymne ändern
Die deutsche Fußballnationalmannschaft singt 2017 in Köln die deutsche Hymne.
Änderungen am Text der Nationalhymne fordert die Gleichstellungsbeauftragte: Aus "Vaterland" soll "Heimatland" werden, aus "brüderlich mit Herz und Hand" wird "couragiert mit Herz und Hand", wie Medien berichten. Die Reaktionen reichen von reserviert bis entsetzt.

Anlässlich des Weltfrauentags möchte die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums, Kristin Rose-Möhring (SPD), die deutsche Nationalhymne geschlechtsneutral umformulieren. "Warum gendern wir nicht die Nationalhymne?", fragt Rose-Möhring in einem Schreiben an ihre Ministeriumsmitarbeiter, aus dem die Bild am Sonntag zitiert. Rose-Möhring hat auch schon konkrete Ideen: "Vaterland" soll demnach durch "Heimatland" ersetzt werden, "brüderlich mit Herz und Hand" durch "couragiert mit Herz und Hand".

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Zur Begründung verwies die Frauenbeauftragte unter anderem auf geschlechterneutrale Änderungen etwa in der österreichischen Hymne. Aus "Heimat bist du großer Söhne" wurde dort "Heimat großer Töchter und Söhne". Auch Kanada hatte kürzlich eine Änderung seiner Nationalhymne in eine geschlechtsneutrale Sprache beschlossen.

Die Reaktionen auf diesen Vorschlag reichen von ungläubiger Skepsis bis zu offenem Entsetzen. Julia Klöckner, Vorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, twitterte reserviert: "Mir fielen andere Themen ein, die wichtiger für Frauen wären, als die Nationalhymne zu ändern."

Götz Frömming von der AfD wurde da schon deutlicher und nannte den Vorstoß auf Twitter "anmaßend und kulturlos":

Auch die Presse geht mit dem Vorschlag hart ins Gericht. So kommentiert die Frankfurter Rundschau: "Wer sich zu sehr mit Nebensächlichkeiten beschäftigt, der lässt sich auch schnell einreden, dass es nicht viel Wichtigeres gibt als das Umdichten von Nationalhymnen – gleicher Lohn für gleiche Arbeit zum Beispiel." Und die Welt urteilt

Die dritte Strophe über 'Einigkeit und Recht und Freiheit', die wir heute singen, ist eine Dichtung von archaischer Kraft, in die man nicht einfach so ein aktuelles Modewort wie 'couragiert' hineinschmuggeln kann. Wer das will, dem ist entweder die deutsche Hymne gleichgültig oder die deutsche Sprache.

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