Berlin: JVA Tegel will mit Sofortprogramm gegen Gefangenenflucht vorgehen

Berlin: JVA Tegel will mit Sofortprogramm gegen Gefangenenflucht vorgehen
Stacheldraht an ehemaligem Gefängnis in Cottbus, Deutschland, 4. November 2014.
Mit einem Sofortprogramm will der Justizsenator die Sicherheit der JVA Tegel erhöhen. Dafür sollen neue Mitarbeiter sorgen, wofür auch zunächst abgelehnte Bewerber eingestellt werden könnten. In den letzten Wochen waren zehn Gefangene geflüchtet.

Der Justizsenator Dirk Behrendt gab bekannt, dass 50 neue Mitarbeiter vor allem in der JVA Tegel für mehr Sicherheit sorgen sollen und ein "vertiefendes Praxistraining für besonders sicherheitsrelevante Aufgaben" erhalten. 

Die Haftanstalt war ins Zentrum des öffentlichen Interesses gerückt, nachdem mehrere Häftlinge aus dem Gefängnis geflohen waren. Angesichts des Personalmangels macht die Justiz Zugeständnisse. So könnten auch ursprünglich abgelehnte Bewerber eingestellt werden, um die Sicherheit der Gefangenen zu gewährleisten. Zu den neuen Maßnahmen gehört auch die genaue Kontrolle der Anzahl anwesender Häftlinge vor, während und nach den Freistunden. Darüber hinaus sollen die Funkanlagen modernisiert werden.

Die Fahndung nach einem der Geflüchteten läuft noch. Er konnte fliehen, indem er sich an der Unterseite eines LKWs festhielt. Künftig sollen daher mehr Fahrzeugkontrollen durchgeführt werden. Dafür werden auch Inspektionskameras bereitstehen. Der Libyer Hamed Mouki bediente sich einer Attrappe, mit der er seinen Aufenthalt vortäuschte und dadurch einen Zeitvorsprung erhielt. Inspirieren ließ er sich von einem Clint-Eastwood-Film mit dem Titel "Flucht aus Alcatraz". 

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