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„Lebt in Angst!“: Israelischer Regierungsbeamter ruft zur Jagd auf Palästinenser in Deutschland auf

„Lebt in Angst!“: Israelischer Regierungsbeamter ruft zur Jagd auf Palästinenser in Deutschland auf
Arye Sharuz Shalicar, Abteilungsleiter im israelischen Geheimdienstministerium und ehemaliger Sprecher der israelischen Armee (IDF)
Arye Shalicar, Regierungsbeamter im israelischen Geheimdienstministerium, hat Teilnehmern an Protestaktionen gegen Israel in Deutschland, bei denen die israelische Nationalflagge verbrannt wird, mit Selbstjustiz durch den israelischen Geheimdienst gedroht. Kritik am Vorgehen hat er zurückgewiesen.

Die Bilder gingen um die Welt. Nach der Bekanntgabe von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als neue israelische Hauptstadt anzuerkennen, brachen in den besetzten palästinensischen Gebieten tagelang Proteste los. So auch am 13. Dezember am Stadtrand von Ramallah. Circa 150 überwiegend jugendliche Palästinenser machen ihrem Unmut angesichts der Entscheidung des US-Präsidenten Luft. Einheiten des israelischen Grenzschutzes antworten mit Tränengas und rennen auf die Demonstranten zu.

Die aufkommende Unruhe nutzen israelische Undercoveragenten, die sich zuvor unter die palästinischen Demonstranten gemischt hatten, schießen in die Luft und nehmen mehrere Protestierende gewaltsam fest.  

Arye Sharuz Shalicar, Abteilungsleiter im israelischen Geheimdienstministerium und ehemaliger Sprecher der israelischen Armee (IDF), nutzt nun diesen Einsatz von Undercover-Agenten in Ramallah, um mit Verweis auf einen Artikel über das Ereignis in der Springer-Tageszeitung Welt offen mit israelischer Selbstjustiz in Deutschland zu drohen:  

„Lebt in Angst!“: Israelischer Regierungsbeamter ruft zur Jagd auf Palästinenser in Deutschland auf
Screenshot Facebook: Maj. Res. Arye Sharuz Shalicar

Facebook-Nutzer, die Arye Sharuz Shalicar auf die rechtsstaatlichen Implikationen seiner Aussagen aufmerksam machen, werden in Folge als potenzielle Anti-Semiten gebrandmarkt. Auch die Gleichsetzung der israelischen Nationalflagge mit „jüdischen Symbolen“ und der Verweis auf die späten 1930er-Jahre in Deutschland werden als Argumente und Rechtfertigung von Seiten des israelischen Regierungsbeamten eingesetzt, der sich auch sonst vehement gegen alle kritischen Einwände wehrt: 

„Lebt in Angst!“: Israelischer Regierungsbeamter ruft zur Jagd auf Palästinenser in Deutschland auf
„Lebt in Angst!“: Israelischer Regierungsbeamter ruft zur Jagd auf Palästinenser in Deutschland auf
„Lebt in Angst!“: Israelischer Regierungsbeamter ruft zur Jagd auf Palästinenser in Deutschland auf

Arye Sharuz Shalicar war vor seiner Tätigkeit für den israelischen Geheimdienst sieben Jahre lang deutschsprachiger Pressesprecher der israelischen Armee (IDF) im Range eines Majors.

Aufgewachsen ist Shalicar im Berliner Arbeiter- und Einwanderungsviertel Wedding, wo er in verschiedenen arabisch-geprägten Jugendgangs aktiv war, Graffiti sprühte, rappte, Rauschgift verhökerte und ein Mitglied einer türkischen Jugendgang niederstach. 2001 wanderte er nach eigenen Worten nach Israel aus, um „ein Leben der Zugehörigkeit zu führen, ein Leben ohne schiefe Blicke, ein Leben als Jude“.

Anmerkung der Redaktion: Den betreffenden Facebook-Post hat Arye Sharuz Shalicar am 19. Dezember gegen 13.30 Uhr kommentarlos gelöscht. 

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