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Weltreport für Ungleichheit: Deutschland so ungerecht wie zuletzt vor 100 Jahren

Weltreport für Ungleichheit: Deutschland so ungerecht wie zuletzt vor 100 Jahren
Juwelierladen in Frankfurt
Die Einkommensungleichheit in Deutschland war letztmalig vor 100 Jahren so stark ausgeprägt wie heute. Auch der weltweite Trend im "Weltreport über Ungleichheit" ist besorgniserregend. Der Autor von "Das Kapital im 21. Jahrhundert" bestätigt damit seine Kritik am System.

Im Jahr 1913 herrschte eine neue Ungleichheit in Deutschland. Im Zuge der Industrialisierung erlangten die obersten zehn Prozent 40 Prozent aller Einkommen. Auch 2017 gestaltet sich das hiesige Bild laut "Weltreport für Ungleichheit" ähnlich. 

Die Studie hat auch berechnet, wie sich viele der aktuell diskutierten Renten-Reformen auswirken würden. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass die Vorschläge den Trend nicht stoppen können. Die Risikogruppen würden

Die Jahre des Wirtschaftswunders schafften nur kurzfristig eine gerechtere Verteilung des Wohlstands: 

Die wirtschaftliche Elite profitiert stärker von Deutschland als Exportweltmeister als die übrige Bevölkerung.

Thomas Piketty verfasste den Bestseller "Das Kapital im 21. Jahrhundert" und initiierte die Studie. Piketty sagt: "Wachsende Ungleichheit, sofern sie nich adäquat angegangen wird, kann zu politischen, wirtschaftlichen und sozialen Katastrophen führen."

Eine Fortsetzung des derzeitigen Trends bedeutet, dass im Jahr 2050 0,1 Prozent der reichsten Bevölkerung weltweit das Vermögen der globalen Mittelschicht besitzen werden. 

Seit 1980 stieg die Ungleichheit besonders in Nordamerika, China, Indien und Russland. Zwar zeigt die Studie, dass in Ländern wie China Wachstum und Marktöffnung auch die Einkommen der unteren Schichten wachsen ließ, aber das Einkommen stagniert unter 10 Prozent und folgt nicht der Konjunktur. 

Ein wichtiges Thema ist in den USA derzeit: die Steuerreform Trumps. Kritiker sehen hier eine Reform, die zu Lasten der unteren Einkommensklassen geht. Der Trend in den USA zeigt auf, dass die Unterschicht und die amerikanische Mittelklasse die Verlierer der Globalisierung sind.

Die sozialen Unterschiede zwischen Menschen mit und Menschen ohne Migrationshintergrund haben 2016 zugenommen.

Die Reichsten 1 Prozent konnten sich über 40 Prozent Zuwachs ihres Vermögens freuen. Gegenüber Europa sieht die Zukunft der Amerikaner viel schlechter aus. Das ist der Politik geschuldet, die sich besonders in Amerika von einer sozialen Politik, zu Gunsten der Bevölkerung verabschiedet hat. 

Die Regierungen werden der Untersuchung nach ärmer, während Privatpersonen reicher werden. In den 80er Jahren gelangten in Industrie- und Schwellenländern staatliche Vermögen in private Hände: 

In den vergangenen Jahrzehnten sind die Länder reicher geworden, aber die Regierungen sind verarmt. Dadurch haben die Regierungen weniger Spielraum zur Regulierung der Wirtschaft, zur Umverteilung von Einkommen und zur Bekämpfung der wachsenden Ungleichheit.

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