Weihnachtsmarkt in Potsdam: Staatsschutz ermittelt (Updates)

Weihnachtsmarkt in Potsdam: Staatsschutz ermittelt (Updates)
Der geräumte Weihnachtsmarkt in Potsdam
Die Polizei hat einen Weihnachtsmarkt in der Stadt Potsdam evakuiert, nachdem dort in der Nähe ein "verdächtiges Paket" gefunden wurde. Im Rahmen des Großeinsatzes wurden Spezialkräfte angefordert. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.

22:22 Uhr: Der Einsatz der Sprengstoffspürhunde, die teils zur Verstärkung aus Berlin angereist waren, wurde beendet, ohne dass weitere verdächtige Pakete gefunden wurden.

22:04 Uhr:  Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) sagte zur Presse, die Hintergründe seien weiter unklar, es bestehe kein Anlass zur Panik und man habe bereits erheblich aufgerüstet.

Im Augenblick können wir keine Schlussfolgerungen ziehen, weil wir im Dunkeln tappen. Aber ich sage auch ausdrücklich: Es besteht kein Grund zur Panik. Die Bevölkerung hier hat das auch sehr gefasst aufgenommen, hat sehr besonnen reagiert."

21:30 Uhr: Die Sperrung bleibt weiter in Kraft, einige Anwohner sind in den Wärmebus eingestiegen

21:22 Uhr: Ermittler wollen bundesweit nach möglichen Parallelen suchen. Es werde in den kommenden Tagen geprüft, ob Inhalte des Sprengsatzes ohne Zünder schon einmal irgendwo anders entdeckt worden seien, sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Freitagabend im RBB. Man werde Abfragen an alle Bundesländer richten, sobald der Inhalt endgültig analysiert sei.

21:16 Uhr: Wegen anhaltender Absperrungen am Potsdamer Weihnachtsmarkt hat die Feuerwehr einen Wärmebus für Anwohner zur Verfügung gestellt.

20:47 Uhr: Die Verkehrsbetriebe versprechen bis um 21 Uhr einen Bus zum Aufwärmen für die Anwohner zu bereitzustellen.

20:32 Uhr: Die Polizei Brandenburg kündigt an, aufgrund des heutigen Ereignisses den Einsatz auf den Weihnachtsmärkten durch Bereitschaftspolizei zu verstärken

19:59 Uhr: Weiterhin sind Spürhunde im Einsatz, um sicherzustellen, dass es keine weiteren Pakete in der Stadt gibt. Laut Polizei-Sprecher soll der Weihnachtsmarkt morgen wie gewohnt öffnen. 

19:37 Uhr: Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen. Ein politisches Motiv könne nicht ausgeschlossen werden, so Polizei-Sprecher Herbst. Brandenburgs Innenminister Schröter verwies darauf, dass das Paket aber auch dem Apotheker gegolten haben kann.

19:25 Uhr: Laut Polizei-Sprecher Torsten Herbst besteht keine Gefahrenlage mehr, der um das Geschäft eingerichtete Sperrbezirk würde aber so lange bleiben, bis die Spurensicherung ihre Arbeit abgeschlossen habe.

19:06 Uhr: Nach Angaben von Brandenburgs Innenminister Schröter war das Paket nach ersten Erkenntnissen nicht zündfähig. Es lag nach ersten Erkenntnissen kein Zünder bei. In der Dose mit den Nägeln befand sich ein sogenannter Polenböller. Es deute einiges darauf hin, dass das Paket aber nicht explosionsfähig war, weil kein Zünder gefunden worden sei.

18:56 Uhr: Die Anwohner bringen zunehmend zum Ausdruck, dass die zurück in ihre Wohnungen wollen.

Konditormeister Erich Schröter öffnet am Abend seinen Laden für Anwohner, die auf die Aufhebung der Absperrung warten. "Wir trauen uns jetzt keinen rauszujagen in die Kälte", sagt er. In der Bäckerei wartet ein halbes Dutzend Anwohner. Der Konditormeister will geöffnet lassen, "bis der letzte raus ist".

18:43 Uhr: Nach Angaben von Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) bleibt bisher unklar, ob es sich um eine Attrappe oder einen Sprengkörper handele, die Ermittlungen stehen demnach noch ganz am Anfang.  Es sei möglich, dass weitere Pakete in die Umgebung geliefert worden seien, sagte der Minister. Das werde derzeit untersucht. Es sei zu früh, von einem Anschlag auf den Potsdamer Weihnachtsmarkt zu sprechen.

18:04 Uhr: Der Oberbürgermeister Potsdams nannte den Vorfall gegenüber der Presse "besorgniserregend", warnte aber vor voreiligen Schlüssen.

18:00 Uhr: Nach Angaben des Polizeisprechers enthielt das Paket Spengstoff und Nägel. Ob das "Objekt" jedoch wirklich in der Lage war "zu zünden", müssten noch die weiteren Ermittlungen zeigen.

17:36 Uhr: Die Polizei teilt mit, dass der Sprengsatz am Potsdamer Weihnachtsmarkt entschärft worden sei. Zu diesem Zweck war ein weiterer Bereich der Innenstadt geräumt worden. 

17:12 Uhr: Auf dem Weihnachtsmarkt in der Brandenburger Straße in Potsdam läuft noch immer ein Großeinsatz der Polizei. Der Bereich wurde weiträumig geräumt. Einsatzkräfte der Polizei haben einen verdächtigen Gegenstand identifiziert, der derzeit untersucht wird.

16:21: Die Polizei wird "derzeit in der Potsdamer Innenstadt eingesetzt, weil dort ein verdächtiges Paket gefunden wurde", so die zuständige Polizeibehörde per Twitter.

Es soll sich um ein Paket mit den Maßen 40 x 50 Zentimeter handeln, das in eine Apotheke geliefert wurde und in dem sich verdächtige Drähte befanden, berichten die "Potsdamer Neueste Nachrichten".