Umfrage: AfD profitiert von Jamaika-Aus

Umfrage: AfD profitiert von Jamaika-Aus
Könnten die Neuwahlen ihre Parteien stärken? Laut YouGov-Umfrage ja. Alice Weidel, die Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion und Adrea Nahles, die Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion bei einem Messedienst anlässlich der Öffnung der 19. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages.
Die Jamaika-Gespräche sind gescheitert - und laut einer Umfrage gibt es vor allem einen Sieger. Kanzlerin Angela Merkel bleibt hingegen umstritten. Gegenüber Neuwahlen zeigt sich die Mehrheit der Bürger dabei aufgeschlossen.

Die AfD profitiert einer Umfrage zufolge am stärksten vom Scheitern der Sondierungsgespräche über eine Jamaika-Koalition. 35 Prozent der Deutschen glauben, dass die nationalkonservative Partei aus dem Abbruch der Verhandlungen zwischen Union, FDP und Grünen den größten Nutzen zieht, ergab eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov .

12 Prozent meinen, die SPD hätte den größten Vorteil. Bei der CDU vermuten dies 8 Prozent, 7 Prozent bei der FDP, 5 Prozent bei den Grünen, 2 Prozent bei der Linken und nur 1 Prozent bei der CSU. Umgekehrt schadet das Jamaika-Aus der FDP am meisten, vermuten 26 Prozent. 23 Prozent glauben dies von der CDU.

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Grundsätzlich sehen die Bürger Neuwahlen nicht als problematisch an. Neuwahlen seien kein großes Problem und sollten in einer gefestigten Demokratie auch möglich sein - der Aussage stimmten 65 Prozent voll oder teilweise zu.

Ob Bundeskanzlerin Angela Merkel Regierungschefin bleiben soll, da sind die Deutschen gespalten. 40 Prozent plädieren für eine Fortdauer der Kanzlerschaft der CDU-Chefin, 41 Prozent sind dagegen. Klarer ist das Votum in Bezug auf SPD-Chef Martin Schulz. Nur 23 Prozent wären dafür, dass er bei Neuwahlen erneut als Kanzlerkandidat antritt, 56 Prozent lehnen dies ab.

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Sollte es zu Neuwahlen kommen, würden 59 Prozent der Befragten die gleiche Partei wie am 24. September wählen. 8 Prozent würden sich anders entscheiden. 7 Prozent der damaligen Nichtwähler würden nun zur Wahl gehen, 11 Prozent würden sich nicht erneut an der Wahl beteiligen.

YouGov ist ein börsennotiertes britisches Markt- und Meinungsforschungsinstitut das international tätig ist. Das Unternehmen arbeitet hauptsächlich mit Online-Panel-Umfragen, in Deutschland ist YouGov bei Bundes- und Landtagswahlen für Medienunternehmen im Einsatz.

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(dpa)