„Wegen Sicherheitslage“: NATO-Gefechtsübungsplatz in Vorpommern in Betrieb genommen

„Wegen Sicherheitslage“: NATO-Gefechtsübungsplatz in Vorpommern in Betrieb genommen
Getarnte deutsche Soldaten der Panzergrenadierbrigade 41 in Vorpommern, wo im Jahr 2016 4.800 Soldaten trainieren - noch mit Übungsmunition. Jetzt wird wieder scharf geschossen.
Die Bundeswehr hat einen weiteren großen Truppenübungsplatz in Ostdeutschland eingerichtet. Begründet wird dies mit der veränderten Sicherheitslage, unter anderem im Hinblick auf die Ukraine. Auch NATO-Einheiten sollen auf dem riesigen Militärübungsplatz trainieren.

Mit einem feierlichen Appell und symbolischen Mörserschüssen wurde am Donnerstag der Militärübungsplatz in Jägerbrück in Vorpommern in Betrieb genommen. Jägerbrück ist einer der größten Militärübungsplätze im Osten Deutschlands und bundesweit der einzige Fall, bei dem ein zuletzt zurückgestufter Trainingsplatz wieder in Dienst genommen wurde. Im Zuge der Bundeswehrreform war das Militärgelände 2013 zum Standortübungsplatz zurückgestuft worden. Das wurde nun rückgängig gemacht.

US-Panzerfahrzeuge während der Verladung in Bremerhaven

Auf einer Fläche von zehn mal zwölf Kilometern zwischen Torgelow, Eggesin und Rieth werde nun auch wieder mit scharfer Munition geschossen, erklärte Brigadegeneral Gerd Kropf, Kommandeur des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern, im Gespräch mit dem NDR.

Grund sei die veränderte Sicherheitslage.

Die sicherheitspolitische Lage hat sich schneller geändert als zunächst angenommen", sagte Generalleutnant Peter Bohrer aus der Leitung der Streitkräftebasis mit Blick auf aktuelle Konflikte wie in der Ukraine, wie es in den Agenturmeldungen hieß.

Nun sollen in Kürze vor allem polnische und deutschen Einheiten in Jägerbrück zusammen üben, erklärte Michael Matz, Kommandant der 1. Panzerdivision der Bundeswehr. In Ostdeutschland gibt es drei ähnliche Truppenübungsplätze in Sachsen-Anhalt und einen in Sachsen. (rt deutsch/dpa)

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