Medienberichte: Erklärungen für Scheitern von Jamaika bereits vorbereitet, Streitpunkt Migration

Medienberichte: Erklärungen für Scheitern von Jamaika bereits vorbereitet, Streitpunkt Migration
CSU-Chef Horst Seehofer sah die Gefahr beim Thema Familiennachzug rechts von der FDP überholt zu werden .
Die ursprüngliche Planung, die Sondierungsgespräche am vergangenen Freitag abzuschließen, scheiterte vorrangig am Thema Familiennachzug. Nach Medienberichten bereiteten die Sondierer gar Erklärungen für das Scheitern von Jamaika vor.

Nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ waren es die Grünen, die in der Nacht auf Freitag darauf bestanden,  den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte ab März 2018 möglich zu machen und Horst Seehofer soll sich demnach gesprächsbereit gezeigt haben.

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Ist die gute Laune nur vorgetäuscht? Die Koalitionsgespräche zwischen den Unionsparteien, der FDP und den Grünen sollen holpriger verlaufen als gedacht.

CSU darf nicht rechts von FDP überholt werden

Bis zu dem Moment, in dem sich Parteikollege Alexander Dobrindt zusammen mit FDP-Chef Christian Lindner gegen die Aufhebung des seit 2016 geltenden Verbots gestellt haben.

Das Szenario, “rechts von der FDP“ überholt zu werden, war für den CSU-Chef mit der Sorge verbunden, dass die Liberalen FDP bei den bayerischen Landtagswahlen im kommenden Jahr mehr als 20 Prozent der Stimmen erhalten könnten. Daraufhin wurde die Verlängerung bis Sonntagabend vereinbart, berichtet die Zeitung.

Außerdem wurden demnach bereits Erklärungen vorbereitet, wie man der Öffentlichkeit ein Scheitern der Sondierungsgespräche möglichst so beibringen könnte, dass das Ansehen der jeweils eigenen Partei dabei keinen Schaden nimmt.