Bundesregierung weiß nichts von US-Deal mit IS über sicheren Rückzug aus Rakka und Missionen in EU

Bundesregierung weiß nichts von US-Deal mit IS über sicheren Rückzug aus Rakka und Missionen in EU
Die Regierungssprecher Steffen Seibert und Reiner Breul vernachlässigen die Reportagen des britischen BBC (Berlin, 15.11.2017)
Die Regierungssprecher zeigten sich bei der Bundespressekonferenz unwissend über die von der BBC aufgedeckten Absprachen zwischen den USA und dem IS, welche es der Terrororganisation ermöglichte, tausende Kämpfer mit Waffen aus Rakka abzuziehen. Der IS plant nun deren Einsatz in Europa.

Wie der britische Fernsehsender BBC bereits am Montag berichtet hatte, sollen ungefähr 4.000 IS-Kämpfer, darunter führende Kader des IS, in Übereinkunft mit den USA und den "Demokratischen Kräften Syriens" (SDF) die Stadt Rakka verlassen haben. Ihre Familien und sogar ihre Waffen konnten sie mitnehmen. Die Richtung des Rückzuges: Die Türkei und Europa.

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Laut der BBC sollen die interviewten IS-Kämpfer "Missionen in Europa" planen.

Weder den Regierungssprechern, noch Video-Bloggern, wie Thilo Jung, schien der brisante BBC-Enthüllungsbericht ein Begriff zu sein.

Auf einen Hinweis von RT Deutsch, dass die Sicherheitsstruktur der EU, der Bundesrepublik und all ihrer Bürger durch solche "Geheimabkommen" direkt angegriffen werden kann, dankte der Regierungssprecher und erwähnte allgemein, dass die Bundesregierung alles tue, um Terrorismus vorzubeugen.

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