Wenn das Kapital den Denkmalschutz aushebelt: Die Berliner East Side Gallery [Video]

Wenn das Kapital den Denkmalschutz aushebelt: Die Berliner East Side Gallery [Video]
Die East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain ist das längste noch erhaltene Teilstück der Mauer, die von 1961 bis 1989 Ost und West voneinander trennte. Auch wenn sie längst ein Denkmal ist, stört sich der Berliner Senat nicht daran, Teile der Mauer zu entfernen oder auch zu versetzen.

Der Grund: Bauvorhaben von Luxusobjekten. In 2013 erzürnten sich die Gemüter, als ein Appartementhaus errichtet wurde und eine Zufahrt zur Baustelle aus der Mauer gesägt wurde. Selbstverständlich wurde das damals anders genannt. Bald könnte es nun wieder soweit sein. Hinter dem Bauprojekt „Pier 61|63“ verbirgt sich ein Luxushotel. Die Baugenehmigung ist längst erteilt. Es kann jeden Tag losgehen.

Das Bündnis "East Side Gallery retten" kämpft seit Jahren für den Erhalt des Streifens an der Spree. „Für mich steht die East Side Gallery für Freude über das Ende des Kalten Krieges, sowie den friedlichen Fall des Eisernen Vorhangs, der bis 1989 Ost und West teilte“ sagt Thomas Rojahn, von dem Bündnis gegenüber RT Deutsch. Um den Senat noch einmal umzustimmen, wurde nun eine Onlinepetition ins Leben gerufen. Innerhalb von drei Tagen hat sie schon über 26.000 Unterzeichner gefunden.