Berliner Polizei-Beamter fragt in Brief an Polizeiführung: "Wann fällt der erste Schuss?"

Berliner Polizei-Beamter fragt in Brief an Polizeiführung: "Wann fällt der erste Schuss?"
Wann fällt der erste Schuss zwischen den Polizisten? Zwei Polizisten mit Maschinengewehren bei einer Übung.
RT Deutsch liegt ein offener Brief vor, welcher ein „besorgter“ LKA-Beamter an den Polizeipräsidenten Klaus Kandt schrieb. Der anonyme Polizeibeamte schildert eklatante Missstände, kritisiert die Polizeiführung scharf und warnt vor einer "kriminellen Unterwanderung".

Der anonyme Absender, in eigenen Worten ein „besorgter Polizeibeamte des Landes Berlin“, befürchtet eine Unterwanderung von Polizei und Justiz durch arabische Großfamilien. Der LKA-Beamte hatte in seiner gut 30-jährigen Laufbahn nur zweimal Angst vor Polizisten. Jetzt habe er Angst vor seinen neuen Kollegen. 

Die Behörde geriet wegen einer Audionachricht in die Schlagzeilen. Darin beklagt ein Mann die unhaltbaren Zustände an der Polizeiakademie und meint, Schuld seien die vielen Migranten, die der "Feind in unseren Reihen" seien.

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RT Deutsch dokumentiert den Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Kandt,

Ich folge nun Ihrer Einladung aus dem Intranet. Zitat: „…Missstände oder Konflikte offen und ehrlich gegenüber Vorgesetzten geäußert und von diesen auch genauso offen geprüft und konstruktiv geklärt werden.“

Ich bin Polizeibeamter seit 1986, habe als PHwA in der LAbt angefangen. Unsere Ausbilder haben uns damals gescheucht, wie oft wir einen „Fliegerangriff von vorn“ überlebt haben, weiss ich nicht. Ich kenne jeden Quadratmeter Erdboden des Hintergeländes der Ausbildungsstätte Ruhleben aus der Nähe besser als den Grund meiner Hosentaschen.

Aber auf eines konnten wir uns verlassen: auf unsere Gruppenführer, unsere Zugführer und auch die Leitung der Lehrabteilung. Über vieles was ich damals nicht witzig fand, lache ich heute mit Gleichaltrigen gerne, so wie es uns die damaligen Gruppenführer voraus gesagt haben.

In meinem Berufsleben hatte ich nur zweimal vor Polizisten Angst. Das erste Mal war bei einem Einsatz „Verdacht Einbruch gegenwärtig, Täter soll mit Schusswaffe bewaffnet sein“. Beim Betreten des Hauses lud ein Kollege vom Abschnitt hinter mir die Waffe durch, das vertraute „Ka-lick!“ des Entspannhebels aber fehlte. Er entspannte die Waffe, nachdem ich ihn eindringlich darauf aufmerksam gemacht hatte.

Jetzt habe ich wieder Angst, mehr als vor dem Kollegen, der mir vielleicht in der Hektik in den Rücken geschossen hätte. Denn was wir nun in der Zukunft als neue Kollegen zu erwarten haben, sprengt alles jenseits der Vorstellungskraft!

Wenn Ausbilder anonym in die Öffentlichkeit gehen, dann doch nur, weil eben der von Ihnen gewünschte Dialog mit der Führung nicht stattfindet! Seitens der Führung werden Vorfälle verwässert, verharmlost und niedergeredet oder über das man – auch angeordnet - den Deckmantel des Schweigens wirft, wie über die Gerüchte von Schlägereien an ebendieser Lehrabteilung.

Sie selbst haben ein gutes Beispiel geliefert. Ich zitiere aus dem Intranet:

„Ohne das Ergebnis vorwegzunehmen, ist er (Herr Kandt) der festen Überzeugung, dass es Aufgabe der Polizeiakademie ist, die Auszubildenden so zu sozialisieren, dass sie diszipliniert, höflich und wertschätzend miteinander umgehen, genauso wie mit Vorgesetzten und den Menschen der Stadt.“

Sozialisierung, so habe ich an eben dieser Lehrabteilung gelernt, findet für einen Menschen an zwei Orten statt: im Elternhaus – das sollte die Regel sein – oder in der Justizvollzugsanstalt. Die Lehrabteilung ist auf Menschen angewiesen, die Regeln des sozialen Miteinanders ebenso wie die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Amtssprache „Deutsch“ bereits beherrschen.

Ich übersetze Ihr Statement anders: „Die Polizei biegt auch Asoziale zurecht!“.

Nein, das tut sie nicht. Wäre das der Fall, wäre die Polizei längst arbeitslos!

Am verwerflichsten finde ich dabei, dass unsere Polizeivizepräsidentin und angehende Generalstaatsanwältin hierbei eine Rolle spielt, die einen sehr faden Geschmack auf der Zunge hinterlässt.

Sie lässt sich strafrechtlich vertreten von einem Anwalt, welcher auch eine arabische Großfamilie vertritt. Keine Frage – sie hat die freie Wahl eines Anwaltes, aber als VPr’in auch eine Verantwortung aus dem Landesbeamtengesetz. Danach hat sie sich so zu verhalten, dass das Ansehen der Polizei nicht geschädigt wird. Hier zählt auch der falsche Umgang!

Bewerber aus diesen Großfamilien werden – trotz Strafakte – in der Polizei angenommen, Hinweise zu Erkenntnissen sollen angeblich von ebendieser Vizepräsidentin (und angehenden Generalstaatsanwältin) angehalten werden.

Ich arbeite im Bereich des LKA welches bekanntermaßen auch mit „Organisierter Kriminalität“ zu tun hat.

"Organisierte Kriminalität ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte, planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig
a) unter Verwendung gewerblicher oder geschäftsähnlicher Strukturen,
b) unter Anwendung von Gewalt oder anderer zur Einschüchterung geeigneter Mittel oder
c) unter Einflussnahme auf Politik, Medien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft zusammenwirken." (Quelle: BKA)

Dazu zählt also auch die Unterwanderung der öffentlichen Verwaltung und der Justiz.

Hier steht zweifelsohne bereits im Raum, dass diese Unterwanderung der arabischen Großfamilien bereits begonnen hat, wissentlich unterstützt durch unsere Vizepräsidentin (und angehende Generalstaatsanwältin)! Hier schälen sich „hinreichende Anhaltspunkte“ heraus, die „mögliche Hinweise auf eine Straftat darstellen könnten“ und geradezu nach einer genaueren Untersuchung schreien würden – bei jedem anderen Sachverhalt!

Die Skandale der vergangenen Jahre haben das Ansehen der Polizei maßgeblich geschädigt. Doch die Ereignisse in der Folge „Police Academy 8 – Berlin, noch dümmer als die Polizei erlaubt“ lassen in mir die Zweifel aufkommen, ob diese Polizei noch die Polizei ist, bei der ich vor über 30 Jahren angefangen habe.

Wenn Frauen als Vorgesetzte nicht mehr akzeptiert werden, weil sie Frauen sind, wenn Auszubildende sich beim Dienstschwimmen verweigern, weil in dem Becken vorher eine „Unreine“ geschwommen sein könnte, dann hört die Toleranz und Willkommenskultur und „Multikulti“ auf!

Solche Leute gehören nach alter preussischer Sitte auf dem Exerzierplatz der LAbt ausgezogen und zum Tor begleitet, denn sie haben die Grundregeln unserer Demokratie nicht verstanden, sind nicht sozialisiert im Sinne unserer Gesetze und von diesen Menschen hat der Bürger draußen keine Hilfe zu erwarten.

Es bleibt nur noch die Frage, wann zwischen rivalisierenden Ethnien in der Polizei zwischen zwei Kollegen der erste Schuss fällt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit.

Sie werden sicherlich nachvollziehen können, wenn ich Ihnen nicht meinen Namen nenne, denn ich traue der Polizeiführung weniger als dem Kollegen mit nicht entspannter Waffe in meinem Rücken und verbleibe dennoch mit kollegialen Grüßen,

Ein besorgter Polizeibeamter des Landes Berlin

Polizeiführung sieht nichts Handfestes

Nach Medienberichten ist das Schreiben der Polizeibehörde bekannt.

Zum wiederholten Male wurde mir ein anonymes Schreiben von einem angeblichen Mitarbeiter unserer Behörde zugespielt", sagte Polizeipräsident Klaus Kandt.

Der Inhalt sei jedoch haltlos und diffamierend, rechtliche Schritte würden geprüft. 

Wir haben nach wie vor nichts Handfestes und niemanden, der sich mit derart schweren Schilderungen persönlich an uns gewandt hat. Wir können jeden, der Missstände erlebt, nur dazu animieren, mit uns zu sprechen, weil wir nur dann etwas anschieben können", sagte der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Benjamin Jendro nach einem Bericht.

Nach Angaben des Berliner Tagesspiegel wurden die Vorwürfe aus dem Brief am Donnerstag von Beamten diverser Wachen bestätigt, insbesondere die Angst davor, dass Antisemitismus, Homophobie und Frauenfeindlichkeit zunehmen könnten.

Aus dem Brief wurde in Medienberichten teils bereits zitiert. RT Deutsch hat sich entschieden, den uns zugegangenen Brief den Lesern zugänglich zu machen, auch wenn eine unabhängige Verifizierung andauert.