Streit um Obdachlosen-Camp: Polizei räumt illegales Zeltlager im Berliner Tiergarten

Streit um Obdachlosen-Camp: Polizei räumt illegales Zeltlager im Berliner Tiergarten
Symbolbild
Der Berliner Bezirk Mitte hat nach eigenen Angaben illegale Lager im Tiergarten räumen lassen. Die Situation im Berliner Tiergarten hat für bundesweite Debatten gesorgt: Es geht um Probleme mit zeltenden Obdachlosen, Drogenhandel, Überfälle und Raubmord.

Wir können die rechtswidrigen Zustände im Tiergarten nicht hinnehmen und sind verpflichtet, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen", begründete Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Bündnis90/Die Grüne) die Räumung. 

"Dennoch finde ich persönlich jede Räumung eines illegalen Zeltlagers schmerzhaft, weil sie das Grundproblem der Obdachlosigkeit nicht löst", so von Dassel weiter.

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Der Bezirk ließ in einer Pressemitteilung verlauten:

Die Räumung ist die konsequente Fortsetzung der stetigen Bemühungen des Bezirkes, die Fehlnutzung des Tiergartens und des öffentlichen Raums in anderen Teilen des Bezirks im Rahmen seiner Möglichkeiten einzudämmen.

Das Ordnungsamt hätte laut der Bezirksverwaltung die Betroffenen über die anstehende Räumung informiert Außerdem hätten die Obdachlosen Hinweise zu Hilfsangeboten wie Notübernachtungen, Beratungen und Kältehilfen bekommen.

Ein Obdachloser schläft in unmittelbarer Nähe der S-Bahn-Gleise und des Hardenbergplatzes