Rassistischer Angriff: Deutscher verprügelt afghanischen Flüchtling und zeigt Hitlergruß

Rassistischer Angriff: Deutscher verprügelt afghanischen Flüchtling und zeigt Hitlergruß
Symbolfoto
Ein 31 Jahre alter Deutscher hat einen 15-jährigen Flüchtling aus Afghanistan beschimpft und tätlich angegriffen. Er soll dem Teenager gegenüber auch den den Hitlergruß gezeigt haben. Der Angriff geschah am späten Samstag in einem Zug in Vogtland, in Sachsen.

Die Polizei stufte den Anschlag als einen fremdenfeindlichen Angriff ein. Augenzeugen zufolge begann der Mann, der an einem Bahnhof nahe der tschechischen Grenze in den Zug gestiegen ist, den afghanischen Jugendlichen und seine beiden syrischen Begleiter zu beleidigen.

Der Angreifer beleidigte zunächst den Afghanen mit fremdenfeindlichen Äußerungen und zeigte dabei den Hitlergruß. Kurz bevor der Zug den Halt Jocketa erreichte, schlug der Verdächtige den afghanischen Flüchtling, berichtete Die Freie Presse.

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Der Jugendliche stieg an einer Haltestelle bei Plauen aus dem Zug. Der Mann verfolgte ihn jedoch, und prügelte weiter auf den Afghanen ein, unter anderem mit mehreren Faustschlägen auf den Kopf. Zum Schluss stieß der Angreifer den Kopf des Jugendlichen mehrfach auf den Boden.

Fühle mich entsetzlich schuldig

Der Teenager wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei teilte keine weiteren Einzelheiten über das Ausmaß der Verletzungen mit. "Wir wollen das Opfer dadurch schützen“, sagte Tom Bernhardt, Pressesprecher des sächsischen Landeskriminalamts.

Die Polizei stufte den Anschlag als fremdenfeindlich ein. Der Mann hatte 1,9 Promille Alkohol im Blut und gegen ihn wird nun wegen eines Verbrechens mit rassistischem Motiv ermittelt. Der Polizei zufolge befindet er sich der derzeit auf freiem Fuß.

Die Ermittlungen „haben gerade erst begonnen“, so Bernhardt. Der 15-Jährige sei am Montag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Wäre ein Schaffner anwesend gewesen, so hätte der Angriff eventuell verhindert werden können. Doch da sich nur der Fahrer im Zug befand, bemerkte dieser im Kontrollraum nichts.