Live-Ticker zur Landtagswahl in Niedersachsen: Schlechtestes Ergebnis für CDU seit knapp 60 Jahren

Live-Ticker zur Landtagswahl in Niedersachsen:  Schlechtestes Ergebnis für CDU seit knapp 60 Jahren
Drei Wochen nach der Bundestagswahl hat in Niedersachsen am Sonntag die vorgezogene Wahl eines neuen Landtags begonnen. Knapp 6,1 Millionen wahlberechtigte Bürger sind aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Umfragen zufolge deutet alles auf einen knappen Ausgang hin. Unterschiedliche Koalitionsoptionen kommen in Frage, die Regierungsbildung verspricht jedoch, nicht einfach zu werden.
  • 21:56 Uhr

    Und damit endet dieser Wahlticker, RT Deutsch bereitet an diesem Wahlabend noch eine Auswertung der Ergebnisse vor.

  • 21:55 Uhr

    Nach den letzten Hochrechnungen von ARD und ZDF haben SPD und Grüne wahrscheinlich ihre Mehrheit in Niedersachsen verloren. In der ARD hieß es am Sonntagabend, es sei

    unwahrscheinlich geworden, dass es am Ende für Rot-Grün reicht".

  • 21:04 Uhr

    Der CDU-Wirtschaftsrat gibt Merkel Mitschuld an dem schlechtesten Ergebnis für die CDU in Niedersachsen seit 60 knapp Jahren.

    Am Sonntag sagte Generalsekretär Wolfgang Steige

    Der Schlüssel für die Niederlage in Hannover liegt leider im Berliner Wahlabend am 24. September, als man die verheerenden Verluste von über acht Prozent zu einem strategischen Sieg schöngeredet hat."

    Mit Bezug auf die Worte der Kanzlerin sagte er 

    Die Wahlverlierer, die am Wahlabend gesagt haben „Wir haben verstanden“, haben heute in Hannover gewonnen. Diejenigen, die erklärten, sie hätten „alles richtig gemacht“, sind diesmal Verlierer.“

  • 20:53 Uhr

    Hochrechnung der ARD um 20.39 Uhr)

    • SPD: 37,1 Prozent (+4,5)
    • CDU: 33,6 Prozent (-2,4)
    • Grüne: 8,9 Prozent (-4,8)
    • FDP: 7,4 Prozent (-2,5)
    • Linke: 4,6 Prozent (+1,5)
    • AfD: 6,1 Prozent (+6,1)
    • Sonstige: 2,3 Prozent (-2,3)
  • 20:46 Uhr

    AfD zu Ergebnissen in Niedersachsen

    AfD-Chef Hampel sagte zum schwachen Abschneiden seiner Partei 

    Wir müssen uns jetzt endlich wieder an Inhalten messen lassen, nicht an Intrigen und Personalfragen.

    Die frühere AfD-Vorsitzende Frauke Petry sieht einen Zusammenhang zwischen ihrem Austritt aus der AfD und dem relativ schwachen Ergebnis ihrer Ex-Partei in Niedersachsen.

    Dass sich das Ergebnis im Vergleich zur Bundestagswahl verschlechtern würde, war abzusehen", sagte Petry am Sonntagabend. Es sei einerseits auf den "schwachen Landesverband" zurückzuführen, andererseits aber auch auf "die Aufregung, die es nach meinem Austritt in der Partei gab", erklärte Petry, die dem Bundestag zunächst als fraktionslose Abgeordnete angehören wird.

    Unter den Listenkandidaten in Niedersachsen sei sicher der eine oder andere,

    der mit dem gemäßigten Kurs sympathisiert, für den ich stehe", fügte sie hinzu.

    Sie sei, was die Gesamtpartei angehe, sicher, dass noch einige die AfD verlassen würden in den nächsten Monaten. Die Blaue Partei sei aber nicht als Abspaltung von der AfD angelegt. Ihr Ziel sei es vielmehr, auch andere bürgerliche Kräfte an sich zu binden.

  • 20:19 Uhr

    Doch keine Mehrheit für Rot-Grün

    Laut der fünften Hochrechnung von Infratest dimap um 19.57 Uhr bleibt die SPD wird deutlich stärkste Kraft mit 37,3 Prozent. Die CDU verliert weiter und kommt auf 33,4 Prozent der Wählerstimmen. Die Grünen sind an dritter Stelle mit 8,9 Prozent. Dieses Ergebnis würde nicht für eine Fortsetzung von Rot-Grün reichen: Das Bündnis käme auf 67 von 135 Sitzen im Landtag - und damit würde ein Sitz für die Regierungsmehrheit fehlen. 

    Die FDP hat demnach aktuell 7,4 Prozent der Wählerstimmen. Die AfD liegt jetzt nach einem deutlichen Plus bei 6,2 Prozent. Die Linke, mit aktuell 4,6 Prozent, scheitert wie bereits 2013 voraussichtlich an der Fünf-Prozent-Hürde.

  • 20:14 Uhr

    Die Linke in Niedersachsen hat sich enttäuscht über ihr Abschneiden bei der Landtagswahl gezeigt.

    Ministerpräsident Weil hat versucht, uns aus dem Landtag zu halten. Das hat vor allem bei den Wechselwählern Wirkung gezeigt",

    sagte die Spitzenkandidatin der Linken, Anja Stoeck, am Sonntagabend in Hannover.

    Fehler im Wahlkampf hätten die Linken nicht gemacht.

    Wir haben in der Zeit sogar 300 neue Mitglieder bekommen", sagte Stoeck.

    Nun wolle die Partei als außerparlamentarische Opposition weitermachen. Die Linke war bisher nur von 2008 bis 2013 im Landtag in Hannover vertreten.

  • 20:06 Uhr

    Hochrechnung der ARD um 19.57

    • SPD: 37,3 Prozent (+4,7)
    • CDU: 33,4 Prozent (-2,6)
    • Grüne: 8,9 Prozent (-4,8)
    • FDP: 7,4 Prozent (-2,5)
    • Linke: 4,6 Prozent (+1,5)
    • AfD: 6,2 Prozent (+6,2)
    • Sonstige: 2,2 Prozent (-2,4)
  • 19:56 Uhr

    Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne), sagte, seine Partei habe

    etwas Federn lassen müssen".

    Man hoffe aber auf eine Fortsetzung der Koalition. 

  • 19:35 Uhr

    Rot-Grün hat in Niedersachsen wieder eine Mehrheit

    Nach der letzten Hochrechnung der ARD (19.30 Uhr) kam die SPD am Sonntag auf 55 Sitze, während für die Grünen 13 Mandate gezählt wurden.

    Damit würde Rot-Grün knapp eine hauchdünne Mehrheit von 68 Mandaten im regulär 135 Sitze starken Parlament innehaben, das ZDF errechnete zuletzt 67 Sitze.

    Auch nach Angaben des Instituts infratest dimap kommen SPD und Grüne zusammen auf 68 Sitze. Demnach entfallen 37,7 Prozent der Stimmen auf die SPD und 33,7 Prozent auf die CDU. Die Grünen erhalten 8,8 Prozent, die FDP 7,2 Prozent und die AfD sechs Prozent. Die Linkspartei wäre mit 4,6 Prozent erneut nicht im Landtag vertreten.