FDP-Vorsitzender Lindner will Putin wieder an den G7-Tisch holen

FDP-Vorsitzender Lindner will Putin wieder an den G7-Tisch holen
Möchte zwar stärkeren Dialog mit Russland, spricht aber gleichzeitig von einer "aggressiven, autoritären, imperialen Politik des Kreml": FDP-Chef Christian Lindner
Wenn es nach dem FDP-Chef Lindner geht, sollten die G 7 mit Putin wieder stärker in Dialog treten. Es sei besser mit ihm, statt nur über ihn zu sprechen. Für die Koalitionsverhandlungen in Deutschland betonte Lindner, dass für die FDP durchaus „rote Linien“ gäbe.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich dafür ausgesprochen, den Dialog mit Russland zu intensivieren und Präsident Wladimir Putin wieder an den Tisch der G 7 zu bitten. Es sei besser, mit ihm statt über ihn zu sprechen, sagte Lindner in einem Interview der österreichischen Zeitung „Die Presse“.

Es fehlt an der Bereitschaft, im Zweifel die Sanktionen zu verschärfen, wenn es keine Veränderung der aggressiven, autoritären, imperialen Politik des Kreml gibt. Es fehlt aber auch an Dialogbereitschaft, sagte Lindner.

Für Koalitionsverhandlungen in Deutschland habe die FDP „eigene Anliegen und rote Linien“, erklärte Lindner. Wenn die Partei gezwungen wäre, rote Linien zu überschreiten, „dann gehen wir nicht in die Regierung“. Eine rote Linie sei „die Vergemeinschaftung von Schulden in Europa, die Schaffung von neuen Geldtöpfen“. An den Grünen bemängelte Lindner, sie setzten in der Energiepolitik immer noch auf Subventionen, Verbote und Quoten. „Wir wollen die Klimaziele von Paris durch marktwirtschaftlichen Ideenwettbewerb erreichen und nicht durch grüne Planwirtschaft.“

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Die Verhandlungen sollen nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch nächster Woche mit getrennten Treffen mit FDP und Grünen beginnen. Für den 20. Oktober lädt die Union dann zu einer gemeinsamen Sondierung mit beiden möglichen Partnern ein.