Berlin: Nordkorea will Botschaftshostel nicht schließen

Berlin: Nordkorea will Botschaftshostel nicht schließen
Schild der nordkoreanischen Botschaft, Berlin, 9. Mai 2017.
Inmitten Berlins liegt ein Stück Nordkorea. Den Betreibern des Botschaftshostels wurde auf Druck der deutschen Regierung durch die Botschaft gekündigt, aber Nordkorea weigert sich der Kündigung zu entsprechen, es fehle an einer rechtlichen Grundlage.

Auf 435 Betten können die Gäste des nordkoreanischen Botschaftshotels in Berlin verweilen. Die meisten der Hostel-Gäste wissen nicht, dass das Gebäude zur nordkoreanischen Botschaft gehört. Eigentlich hätte das Hostel bereits geschlossen sein sollen, um den Sanktionen gegen Nordkorea zu entsprechen, aber nun weigern sich die Nordkoreaner dieser Forderung zu entsprechen. Es lägen keine rechtlichen Fakten vor, die eine Kündigung rechtfertigten. 

Das Gelände, auf dem der Plattenbau fusst, gehört dem deutschen Staat. Ein Abkommen mit der DDR erlaubte den Nordkoreanern die Nutzung. Die Betreiber des Hostels haben Mietzahlungen eingefroren, um nicht gegen weitere Sanktionen zu verstoßen und Rechtssicherheit zu schaffen. Das Hostel wird aber bis dahin weiter betrieben werden.