Sturmtief "Xavier": Sieben Tote im Nord-Osten, Verkehr teilweise lahmgelegt

Sturmtief "Xavier": Sieben Tote im Nord-Osten, Verkehr teilweise lahmgelegt
U-Bahn-Station Alexanderplatz in Berlin am 5. Oktober 2017.
Am Donnerstag zog ein intensives Sturmtief über Norddeutschland hinweg. Es gab Tote und Verletzte, der Verkehr lag in Berlin zeitweise komplett lahm. Für den ganzen Tag gibt es in Berlin starke Einschränkungen für Berufspendler. Die Linien S41/42 sowie S85 fallen komplett aus.

Berlin erholt sich langsam von den Folgen des Sturmtiefs «Xavier» - vor allem im Nah- und Fernverkehr müssen Pendler aber Zeit einplanen. Wer auf den Regionalverkehr angewiesen ist, solle besser auf andere Verkehrsmittel umsteigen, sagte ein Sprecher der Bahn.

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Das ganze Netz in der Region ist massiv eingeschränkt. Wir haben zahlreiche Bäume auf den Gleisen, beschädigte Oberleitungen und abgeknickte Fahrmasten.

Die Reparaturen werden voraussichtlich den ganzen Tag dauern.

Die S-Bahn Berlin veröffentlichte online eine Übersicht über den angebotenen Zugverkehr. Demnach fahren auf fast allen Strecken zumindest in Teilen Bahnen. Nur die Ringbahn S41/42 sowie die S85 fallen komplett aus.

Fahrgäste sollen sich der Bahn zufolge über die Webseite des Unternehmens informieren, ob ihre Verbindungen fahren. Für Fernzüge von und nach Berlin sieht es am Freitagmorgen nicht gut aus: Etliche Züge fallen aus. Für Gestrandete richtete die Bahn an den Bahnhöfen Spandau und Hauptbahnhof Hotelzüge zum Übernachten ein.

Auf den Straßen liegen zum Teil noch große Äste und Bäume, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr.

Das werden wir Stück für Stück abarbeiten, was aber noch den ganzen Tag dauern kann.» Es hersche immer noch Ausnahmezustand. Das Auto stehen lassen müsse man aber nicht: «Einfach vorsichtig fahren», empfahl der Sprecher.

Der Sturm kostete sieben Menschen das Leben

Vier Tote gab es allein in Brandenburg. Ein 72 Jahre alter Mann wurde bei Hoppegarten von einem Baum erschlagen, als er Äste von der Straße entfernen wollte. Nahe Gransee nördlich von Berlin fiel ein Ast in die Windschutzscheibe eines Autos und tötete einen Menschen. Zudem wurde in derselben Region eine Frau im Auto von einem Baum erschlagen. Ein weiterer Mensch kam bei Müllrose ums Leben.

In Berlin ist bislang mindestens eine Tote gemeldet: eine Autoinsassin in Berlin-Tegel. Todesursache: ein umgefallener Baum, der an der Kreuzung Heiligenseestraße gegen 17:30 auf das Auto stürzte.

In Hamburg wurde ebenfalls in einem Wagen eine Frau (54) getroffen und getötet. Sie war Beifahrerin.

In der Nähe von Schwerin wurde ein Lastwagenfahrer von einem umstürzenden Baum erschlagen. 

(RT Deutsch/dpa)