Vorübergehende Sitzordnung im Bundestag missfällt der FDP

Vorübergehende Sitzordnung im Bundestag missfällt der FDP
FDP-Chef Christian Lindner während einer Pressekonferenz in Berlin, Deutschland, 25. September 2017.
Die FDP will in die Mitte, zumindest was die Sitzordnung im Bundestag anbelangt. Die letztendliche Sitzordnung steht noch nicht, bis dahin gilt eine vorübergehende Sitzplatzverteilung. Auch diese führt schon zu Streit. Am 13. Oktober soll über dieses Thema debattiert werden.

Die konstituierende Sitzung wird am 24. Oktober stattfinden. Der Paralamentsgeschäftsführer der FDP, Marco Buschmann, widerspricht den Plänen einer wenn auch zunächst vorübergehenden Sitzordnung, wonach die AfD am rechten Rand sitzt, gefolgt von FDP-Abgeordneten, dann Unions-Abgeordnete, die Grünen, SPD und ganz links die Linken. Damit säße die AfD direkt vor der Regierungsbank. Buschmann sagte: 

Das kann ich so nicht bestätigen. (Die FDP gehöre) in die Mitte des Parlaments. (Dies sei) von großer symbolischer Bedeutung. 

Für die Sitzplatzdebatte wurde der 13. Oktober angesetzt. Am 24. Oktober soll Wolfgang Schäuble zum Bundestagspräsidenten und Nachfolger Norbert Lammerts gewählt werden. Schon vor den Wahlen wurde diskutiert, wo die AfD nach Einzug in den Bundestag Platz nehmen darf. Bis zum Jahr 2013, als die FDP den Bundestag verlassen musste, war ihr Platz rechts. FDP-Generalsekretärin Nicola Beer verwies vor den Wahlen auf den Wunsch ihrer Partei, in der Mitte zu sitzen, da die Liberalen auch in den Länderparlamenten ihren Platz in der Mitte hätten. 

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