Bevölkerungswachstum in der BRD: 83,1 Millionen bis 2035, Zuwachs im Westen und in Ballungsräumen

Bevölkerungswachstum in der BRD: 83,1 Millionen bis 2035, Zuwachs im Westen und in Ballungsräumen
Kinderschuhe in einem Frankfurter Kindergarten, 12. März 2013.
In den kommenden 20 Jahren erreicht die Einwohnerzahl der BRD mit 83,1 Millionen ein neues Höchstmaß. Als Grund werden die Geburtenzahlen und die Zuwanderung angegeben. Berlin, Hamburg und München gewinnen an Bevölkerung hinzu. Im Osten ist die Bevölkerungszahl rückläufig.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) errechnete die Zahl für das Bevölkerungswachstum Deutschlands. Demnach werden die Großstädte Berlin, München und Hamburg am meisten an Menschen gewinnen: 

Als Folge der Rekordzuwanderung von 2015 und der vorausberechneten hohen Nettomigration für die Folgejahre bleibt der lange erwartete Bevölkerungsrückgang in Deutschland bis 2035 aus. Die 2016 veröffentlichte IW-Bevölkerungsprognose rechnet bis 2035 mit 83,1 Millionen Einwohnern. Diese Entwicklung verteilt sich räumlich jedoch ausgesprochen unterschiedlich.

Die deutsche Hauptstadt werde bis zum Jahr 2035 wahrscheinlich 14,5 Prozent mehr Einwohner haben, gefolgt von München mit 14,4 Prozent, Hamburg kommt der Prognose nach auf 9 Prozent mehr. 

Sieben der 16 Bundesländer verlieren an Bevölkerung. Insbesondere für die ostdeutschen Flächenländer lässt sich eine rückgängige Bevölkerungszahl prognostizieren. "Überall geht das Verhältnis von Bevölkerung im Erwerbsalter und Bevölkerung außerhalb des Erwerbsalters zurück – der Abhängigenquotient steigt somit an."

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln weist auf die sich weiter verschärfende Herausforderung für die deutsche Politik hin, der Überalterung der deutschen Gesellschaft zu entgegnen. 

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