Syrische Oppositionelle demonstrieren vor Russischer Botschaft in Berlin

Syrische Oppositionelle demonstrieren vor Russischer Botschaft in Berlin
Fordern die Einstellung der russischen Militäroperationen in Syrien: Demonstranten vor der Russischen Botschaft in Berlin.
Am Donnerstag demonstrierten mehrere Dutzend Mitglieder einer Gruppe “Free Syrians Berlin” vor der Russischen Botschaft. Sie forderten die sofortige Einstellung der Bombardements durch das russische Militär und ein Ende der Unterstützung Assads. Den IS habe es in Ost-Aleppo "nie gegeben."

von Gert Ewen Ungar

Die Demonstranten trugen die Flaggen der Syrischen Opposition und der Freien Syrischen Armee. Nach Meinung der vorwiegend männlichen Demonstranten im Alter zwischen zwanzig und dreißig trägt Putin die Schuld für eine größere Anzahl ziviler Opfer als der Islamische Staat. Die Bombardements der russischen Armee richteten sich überwiegend gegen die Zivilbevölkerung. Als Quelle für diese Information gaben drei der Demonstranten ihre Familien in Syrien an.

Befragt auf die Vorgänge in Ost-Aleppo gaben sie an, dort hätte es den Islamischen Staat niemals gegeben. Es wäre die Freie Syrische Armee gewesen, die dort gekämpft hätte.

Befragt auf ihre persönliche Vision für ein Syrien nach dem Ende des Konflikts wussten die Teilnehmer nichts zu sagen. Es wäre eine schwierige und unübersichtliche Situation. Klar sei nur, Assad müsse weg.

Zum Bundeswehreinsatz in Syrien hatten die drei Protestierenden noch keine Haltung entwickelt, da sie der Meinung waren, die Bundeswehr sei ausschließlich im Irak aktiv.

Für den 14. Oktober plant die Gruppe eine Demonstration vor der Botschaft der Vereinigten Staaten am Pariser Platz.

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