Bundespräsident Steinmeier ruft zum Wahlgang auf: „Jede Stimme zählt - Ihre Stimme zählt“

Bundespräsident Steinmeier ruft zum Wahlgang auf: „Jede Stimme zählt - Ihre Stimme zählt“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dazu aufgerufen, sich an den Bunstagswahlen am Sonntag zu beteiligen. Er betonte, „Wahlrecht ist Bürgerrecht“. Rund jeder Vierte ist Nichtwähler oder unentschlossen, geht aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa hervor.

„Für mich ist es in einer Demokratie vornehmste Bürgerpflicht. Gehen Sie zur Wahl“, schrieb Steinmeier in der „Bild am Sonntag“. Mit einem Hieb gegen die rechts-konservative Alternative für Deutschland, AfD, die mit großer Wahrscheinlichkeit in den Bundestag einziehen wird, sagte der Bundespräsident: Es sei vielleicht noch nie so spürbar wie jetzt gewesen, dass es bei der Wahl „auch um die Zukunft der Demokratie und die Zukunft Europas“ gehe. „Es geht bei dieser Wahl um viel. Wenn Sie wählen, geht es um das, was Ihnen wichtig ist“, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

„Jede Stimme zählt - Ihre Stimme zählt“, betonte der Bundespräsident und langjährige SPD-Politiker.

Am letzten Wochentag vor der Bundestagswahl veröffentlichte die Forschungsgruppe Wahlen ihre letzte Umfrage: Die SPD verliert erneut einen Prozentpunkt (21,5 Prozent), die Union bleibt bei 36 Prozent. Erneut liegt die AfD bei 11 Prozent und hat damit gute Chancen, als drittstärkste Kraft in das Parlament einzuziehen. Danach kommen, laut Forschungsgruppe Wahlen, die FDP mit 10 Prozent, Die Linke mit 8,5 und die Grünen mit 8 Prozent. 

Mit dem Slogan

Vieles mit Blick auf die Zusammensetzung des Bundestags ist vom Abschneiden der AfD abhängig, schreibt die französische Zeitung Le Monde. Dass Merkel als Bundeskanzlerin wiedergewählt wird, scheint unabhängig von Verlusten weithin klar. Unklar ist, ob sich die SPD erneut als Koalitionspartner anbieten können. SPD-Kanzlerkandidat gab sich noch am Samstag kämpferisch. Er sagte:

Wir kämpfen bis zur letzten Minute. Es droht zum ersten Mal seit 1945, dass im Bundestag wieder die Totengräber der Demokratie das Wort ergreifen.

Die Bundeskanzlerin machte sich in Mecklenburg-Vorpommern nochmal für unentschiedene Wähler stark.

Über 61 Millionen Menschen sind in Deutschland wahlberechtigt. Sie können ihre Stimme für die Bundestagswahl bis 18 Uhr abgeben.

Konkret ausgewiesen hat bisher nur Forsa, wie viele Nichtwähler oder Unentschlossene das Institut erfasst hat. Die Zahl liegt in den letzten Wochen um die 26 Prozent.