Bundestagswahl 2017: Neonazis bedrohen Linke beim Wahlkampf

Bundestagswahl 2017: Neonazis bedrohen Linke beim Wahlkampf
Rechtsradikale Demonstranten in Plauen, Deutschland, 1. Mai 2016.
Am Dienstagabend wurden Wahlkampfhelfer der Linken durch 10 bis 15 Rechtsextreme bedroht und durch Leipzig gejagt. Sie zeigten den Hitlergruß und riefen "Sieg Heil" und "Haut ab, Antifa-Pack". Der Staatsschutz ermittelt.

Die Neonazis jagten die vier Wahlkampfhelfer der Linken durch den Leipziger Stadtteil Paunsdorf. Es handelte sich laut Aussagen der Opfer um 10 bis 15 Rechtsextreme. Vor einem Supermarkt brüllten sie "Sieg Heil" und beschimpften die Linken als "Antifa-Pack". Dabei zeigten sie den Hitlgergruß. Als die Polizei eintraf, hatten sie sich schon in kleinere Gruppen aufgeteilt und die Linken durch das Wohngebiet gejagt. Die Anwohner hatten die Polizei alarmiert, nachdem sie "Sieg Heil" rufe hörten. Jetzt ermittelt der Staatsschutz. 

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Sachsens Problem mit dem Extremismus manifestiert sich auch im letzten Bericht des Verfassungsschutzes vom April 2017. Links wie auch Rechts seien die Mitgliederzahlen auf einem hohen Niveau. Als Zentrum des Extremismus in der Region gilt Dresden. Die Zahl der Neonazis wird auf 2.700 geschätzt. In der Rechten Szene bereitet den Sicherheitskräften die Raumeinnahme durch die Gruppierungen ein Problem. Sie rufen "NS-Zonen" und "Nazi-Kieze" aus. Mitglieder der NPD würden in gewaltbereite Gruppierungen abwandern, wie etwa die "Neonationalsozialisten". 

(rt deutsch/dpa)

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