Umfrage: FDP-Politiker unbekannt - Jeder Zweite kann keinen Namen nennen

Umfrage: FDP-Politiker unbekannt - Jeder Zweite kann keinen Namen nennen
FDP-Chef Christian Lindner - ihn kennen mit 45 Prozent die meisten Befragten, die überhaupt einen FDP-Politiker benennen konnten.
Die Frage nach einer Regierungsbeteiligung der FDP spaltet das Land. Etwa 39 Prozent der Wahlbeteiligten sind dagegen, 47 Prozent dafür. Diejenigen, die dafür sind, sehen entweder einen Vorteil für die eigene Partei oder sind klassische FDP-Wähler. Unter der Bevölkerung sind die FDP-Politiker jedoch weitgehend unbekannt.

Die FDP ist im Wahlkampf präsent und scheint auch von der Bevölkerung als eine mögliche Alternative angenommen zu werden. Aber worin unterscheidet sich die heutige FDP von der damaligen, die nach all dem Spott drohte, in Vergessenheit zu geraten, nachdem sie seit den ersten Tagen der Bundesrepublik Deutschland durchgehend im Bundestag war und dann den Einzug verpasste? Vor allem in einem Punkt lässt sich ein Unterschied feststellen: Einer Umfrage des Stern zufolge kennt die Hälfte aller Deutschen keinen einzigen FDP-Politiker. Und dennoch wünschen sich laut Forsa-Daten 47 Prozent der Wahlberechtigten eine Regierungsbeteiligung der Liberalen. Darunter finden sich zwei Drittel aller Unionsanhänger und mit 56 Prozent eine Mehrheit der Selbstständigen. Auch die FAZ druckte einen Meinungsartikel ab, indem dem Leser die FDP als einzig wählbare Partei angepriesen wird.

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Christian Lindner ist wohl der einzige, der vielen einfällt, wenn man an die FDP denkt. Ihn konnten 45 Prozent der Befragten namentlich nennen. Den stellvertretenden FDP-Chef Kubicki nannten sechs Prozent. Den Vizepräsidenten des Europaparlaments, Alexander Graf Lambsdorff, nannten ganze zwei Prozent. Ein Prozent der Befragten kennen die Hamburger Landesvorsitzende Katja Suding, jedoch die größte Gruppe der Befragten, 49 Prozent, konnte keinen einzigen Namen eines FDP-Politikers nennen.

Das ist zwar damit zu erklären, dass die FDP auf Bundesebene die Rolle der außerparlamentarischen Opposition einnehmen musste, Lindner ist jedoch auf Wahlplakaten mit Aufschriften wie: „DIGITAL FIRST. BEDENKEN SECOND.“ allgegenwärtig.

In anderen Themenbereichen hat er jedoch jetzt schon Bedenken. So kann er sich nicht vorstellen, in einer Jamaika-Koalition mit CDU/CSU und den Grünen mitzuregieren.

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