Artikel in Focus bezeichnet Putin als "Hund" - Russische Botschaft erwartet Entschuldigung

Artikel in Focus bezeichnet Putin als "Hund" - Russische Botschaft erwartet Entschuldigung
Für den Sprecher der russischen Botschaft, Denis Mikerin, wurde hier deutlich eine rote Linie überschritten.
Die russische Botschaft in Deutschland erwartet eine Entschuldigung von der Leitung des Focus Magazins. Es geht um einen Artikel über Angela Merkel, in dem der russische Präsident Wladimir Putin beleidigt wurde, erklärte der Pressesprecher der Russischen Botschaft Denis Mikerin.

Die Titelstory des aktuellen Focus-Magazins lautet "50 Gründe für Merkel - 50 Gründe gegen Merkel - Die Alleskanzlerin - egal, wie Sie es drehen und wenden". Der 34. Grund für Merkel ist der russischen Botschaft in Berlin jedoch besonders aufgefallen, da er eine alte Geschichte über die angebliche Angst Merkels vor dem Hund des Russischen Staatsoberhauptes, Wladimir Putin, in besonders beleidigender Weise aufgreift.

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Man kann nur hoffen, dass die beleidigende Aussage über den russischen Präsidenten in dem Titelartikel der letzten Ausgabe des Focus nichts weiter als eine erfolglose sprachliche Entgleisung eines Journalisten ist, die man aus Versehen zum Druck zugelassen hat", schrieb der Diplomat auf Facebook.

Er äußerte auch die Hoffnung, dass der Chefredakteur des Magazins Robert Schneider, "der definitiv genug Lebens- und Diensterfahrung hat, und ganz klar versteht, wo die 'roten Linien' der journalistischen Ethik liegen, die Gelegenheit (und den Mut, natürlich) findet, sich für so ein klares Versagen seiner Redaktion zu entschuldigen."