CDU-Generalsekretär Peter Tauber mit grobem Arroganz-Anfall und Sozial-Snobismus auf Twitter

CDU-Generalsekretär Peter Tauber mit grobem Arroganz-Anfall und Sozial-Snobismus auf Twitter
Für Peter Tauber ist eine gute Ausbildung der Garant für einen Vollzeitjob. Das sehen selbst viele Akademiker, die sich von Praktikum zu Praktikum hangeln, anders.
Wer von "abgehobenen Eliten" spricht, gilt mittlerweile schnell als Verschwörungstheoretiker. Dabei geben einem "die da oben" selbst oft und gerne Anlass dazu. So auch Peter Tauber, Generalsekretär der CDU, der diesem Gedanken mit einem Tweet alle Ehre macht.

Es ist das übliche politische Spiel: erst der Aussetzer, dann die reumütige Entschuldigung. Diesmal sorgte CDU-Generalsekretär Peter Tauber mit einer überheblichen Äußerung zu Minijobs für Empörung auf Twitter. Nachdem der Shitstorm immer weiter anwuchs, bat er um Entschuldigung.

Hintergrund ist eine Diskussion über das gemeinsame Wahlprogramm von CDU und CSU mit dem Versprechen von Vollbeschäftigung bis 2025. Daraufhin fragte ein Twitter-Nutzer spöttisch:

Heißt das jetzt drei Minijobs für mich?

Das reichte offenbar schon aus, dass Tauber für einen kurzen Moment die Beherrschung verlor. Er antwortete umgehend:

Wenn Sie was Ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs.

Dumm gelaufen. Der Tweet von Tauber verbreitete sich im Netz wie ein Lauffeuer und sorgte allenthalben für Empörung:

Ein Nutzer listete sogar die "sieben Minijobs" von Peter Tauber auf, und fragte, was er denn gelernt habe, wenn er so viele "Minijobs" benötige:

Natürlich schläft auch die politische Konkurrenz nicht, so kurz vor den Bundestagswahlen.

Peinlich für Möchtegern-Volkspartei CDU: Millionen in Mini-Jobs zwingen & dann vom Generalsekretär verhöhnen lassen",

schrieb zum Beispiel Sahra Wagenknecht von der Linken auf Twitter. Tauber blieb zunächst standfest und legte sogar noch nach:

Fakt ist doch: Nur mit einer guten Ausbildung verdient man genug, damit man nicht drei Mini-Jobs braucht, um über die Runden zu kommen.

Doch damit goss er eher noch Öl ins Feuer. Neben der Empörung meldeten sich auch Menschen, die darauf hinwiesen, dass sie trotz guter Ausbildung aus unterschiedlichen Gründen Probleme hätten, eine reguläre Arbeitsstelle zu finden. Schließlich wurde es Tauber wohl doch zu heikel. Er zeigte sich einsichtig und bat um Entschuldigung für seine Wortwahl.

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Ein Twitter-Nutzer hinterfragte mit großer Resonanz auf dem Micro-Bloggingdienst, wie Tauber als Bundestagsabgeordneter seine insgesamt sieben Funktionen oder Beteiligungen an Kapital- oder Personengesellschaften rechtfertigt. Diese beschrieb der Twitter-Nutzer mit Blick auf die herablassenden Tweets von Tauber spitz als "Minijobs" .

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