Europäischer Staatsakt: Beinahe wäre Orbán statt Merkel Trauerredner für Kohl geworden

Europäischer Staatsakt: Beinahe wäre Orbán statt Merkel Trauerredner für Kohl geworden
Bundeskanzlerin Angela Merkel schreibt eine Beileidsnachricht für den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl im Kanzleramt in Berlin, Deutschland, 18. Juni 2017.
Angela Merkel ist eine der Rednerinnen beim Trauerakt für Helmut Kohl. Wäre es nach dem Willen der Witwe des Altkanzlers gegangen, wäre stattdessen unter anderem der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán als Trauerredner zu Wort gekommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird beim Trauerakt für den verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl (†87) reden. Ursprünglich hatte Kohls Witwe, Maike Kohl-Richter, jedoch andere Pläne. Nach Angaben des Magazines Der Spiegel sollte demnach unter anderem der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán bei der Feier am 1. Juli in Straßburg sprechen, der die Flüchtlingspolitik der deutschen Kanzlerin stark kritisiert hatte.

Kohl-Richter begründete ihre Entscheidung damit, dass vor allem ausländische Staatsmänner auf der Trauerfeier sprechen sollten. So werden außer Merkel noch EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, der französische Präsident Emmanuel Macron und sogar der ehemalige US-Präsident Bill Clinton eine Rede halten.

Nachdem Vertraute aber Kohls Witwe vor einem Eklat gewarnt hatten, rückte diese von ihren Überlegungen ab, Merkel außen vor zu lassen, so der Spiegel. Bisher habe sich der Sprecher Merkels dazu nicht geäußert, heißt es weiter.

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