Rock am Ring: Schreibfehler führten zu Terroralarm

Rock am Ring: Schreibfehler führten zu Terroralarm
Rock am Ring wurde erstmals 1985 veranstaltet und war ursprünglich als ein einmaliges Ereignis geplant. Aufgrund des großen Erfolges mit 75.000 Zuschauern entschloss man sich jedoch, diese Veranstaltung jedes Jahr stattfinden zu lassen.
Offenbar wurde der Terroralarm Anfang Juni ausgelöst, weil die Namen zweier Verdächtiger falsch geschrieben wurden. Die Behörden wollen in Zukunft die Personaldokumente aller Helfer frühzeitig einsehen, um eine Wiederholung solcher Vorfälle zu verhindern.

Der Terroralarm beim Musikfestival "Rock am Ring" Anfang Juni geht offenbar auf falsch geschriebene Namen zweier Helfer zurück.

Die Namen der Verdächtigen waren falsch geschrieben, wiesen aber eine phonetische Ähnlichkeit mit deren realen Schreibweisen auf",

sagte der Präsident des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamts (LKA), Johannes Kunz, gegenüber der Mainzer Allgemeinen Zeitung.

Eigentlich kaum vorstellbar: eine Predator-Drohne über Hamburg (Fotomontage)

Das Festival Rock am Ring in der Eifel, zu dem 87.000 Besucher erschienen waren, erfuhr eine Unterbrechung wegen Terrorverdachts. Die Namen zweier Mitarbeiter eines Frankfurter Subunternehmens stimmten auf Grund von Schreibfehlern nicht mit den Personallisten der Veranstalter überein. Das rheinland-pfälzische Innenministerium bestätigte damals den Verdacht einer Verbindung zu hessischen Salafisten.

Die Lage war schon sehr ernst, denn wir konnten konkrete Tatvorbereitungen in Richtung eines Anschlages nicht ausschließen",

sagte nun LKA-Chef Kunz. Die Polizei habe zuvor nur die Mitarbeiter der eingesetzten Sicherheitsfirmen überprüft. Künftig solle das aber vor Großveranstaltungen auch bezüglich der Logistikhelfer erfolgen. Mit Blick auf die Schreibfehler forderte Kunz, "dass uns künftig frühzeitig Personaldokumente vorgelegt werden müssen". (rt deutsch/dpa)

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